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Schulleiter einigen sich auf Raumkonzept

Burgdorf Schulleiter einigen sich auf Raumkonzept

Das Problem wird seit Monaten diskutiert: Wie sollte Burgdorfs Schullandschaft gestaltet werden, damit ausreichend Platz für die steigende Zahl an Schülern ist? Jetzt haben die Leiter aller Schulen in der Stadt ein Konzept erarbeitet, das eine Überraschung bereithält.

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Die Schulleiter schlagen vor, dass die Realschule in den Neubau für die Gudrun-Pausewang-Grundschule am Berliner Ring einzieht.

Quelle: Anette Wulf-Dettmer

Burgdorf. Der Schulausschuss des Rates hatte sich in seiner jüngsten Sitzung darauf verständigt, dass die Stadt prüft, welche Auswirkungen es hat, wenn statt der Gudrun-Pausewang-Grundschule (GPGS) das Gymnasium in den Neubau am Berliner Ring einzieht. Doch dafür braucht die Verwaltung Zeit, die die Schulen nicht haben.

„Die Zeit drängt immer mehr“, sagt Heiko Blumenstein, Rektor der Astrid-Lindgren-Grundschule. „Zum Beginn des nächsten Schuljahres müssen wir wissen, wie es werden soll. Denn Planungssicherheit ist wichtig für eine gute Arbeit in den Schulen. Mit unserem Konzept hätten alle Planungssicherheit.“

Das Papier hält eine Überraschung bereit: Die Realschule, die im Sommer 2020 ausläuft, soll bis dahin den Neubau am Berliner Ring nutzen. „Die Schülerschaft der letzten drei verbliebenen Jahrgänge würde nicht auseinandergerissen, sondern könnte in einem Gebäude unterrichtet werden“, beschreibt Blumenstein einen Vorteil. Die Realschule braucht elf Unterrichtsräume. Weil es in dem Neubau jedoch mehr Platz gibt, könnte dieser bereits vom Gymnasium genutzt werden, sodass es seinen erhöhten Raumbedarf ab dem Schuljahr 2017/18 decken könnte, so die Rechnung der Schulleiter.

„Schritt für Schritt kann das Gymnasium den Neubau dann bis zum Schuljahrsbeginn 2020/21 komplett übernehmen“, erklärt Blumenstein. Weil es wahrscheinlich bei den Fachräumen knapp wird, schlagen die Schulleiter vor, für ein, zwei Jahre Container aufzustellen. Diese gebe es komplett eingerichtet für naturwissenschaftlichen Unterricht.

Im Gegenzug erhält die GPGS einen Neubau auf ihrem jetzigen Gelände. Der könnte dann auch gleich vierzügig angelegt werden. Der Neubau neben dem Gymnasium ist für eine dreizügige Grundschule konzipiert, was jedoch nach der aktuellen Entwicklung der Schülerzahlen zu klein sei, argumentieren Schulleitung und Elternvertretung der GPGS.

Wenn die Realschule auszieht, hätte die IGS, die ebenfalls im Gebäude vor dem Celler Tor untergebracht ist, für die nächsten Jahre ausreichend Platz. „Ein Neubau für die IGS ist natürlich trotzdem nötig“, erklärt Blumenstein. „Wir fordern nicht mehr Neubauten, als die Politiker sowieso vorgesehen haben.“ Doch statt ans Gymnasium anzubauen, bekäme die GPGS einen „Ersatz“-Neubau.

Die Prinzhornschule, so der Vorschlag, zieht mit Beginn des IGS-Neubaus auf ihrem Grundstück mit dann noch vier Jahrgängen in die Grundschule an der Gartenstraße. „Wenn das Gebäude auch stark sanierungsbedürftig ist, haben wir dort eine sehr gute Raumsituation“, erklärt Blumenstein. Es gibt zusätzlich zu den Klassenräumen einen Nähraum, eine Küche und einen naturwissenschaftlichen Fachraum, was für den Unterricht der Prinzhornschule wichtig sei.

Gleichzeitig bleibt die Grundschule an ihrem Standort zwischen Gartenstraße und Hannoverscher Neustadt und übernimmt peu à peu freiwerdende Räume von der Hauptschule, die im Sommer 2020 ihre letzten Schüler verabschiedet.

Die anderen drei Grundschulen in der Weststadt, in Otze und Ehlershausen sollen – so das Konzept der Schulleitungen – in ihrer jetzigen Form bestehen bleiben.

„Nun ist der Rat der Stadt am Zug. Die IGS kann gut mit diesem Vorschlag leben“, sagt IGS-Leiter Rudolf Alker, „er steht in voller Übereinstimmung mit dem IGS-Grundsatzpapier von Eltern und Schulvorstand.“

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