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Bundestagswahl: FDP folgt auf CDU und SPD

Burgdorf Bundestagswahl: FDP folgt auf CDU und SPD

Mit 33,9 Prozent der Zweitstimmen bleibt die CDU in Burgdorf nach der Bundestagswahl weiterhin die stärkste Kraft – und das, obwohl die Christdemokraten 6,4 Prozent unter dem Ergebnis von 2013 liegen. Ihr folgt die SPD mit 26,7 Prozent (2013: 32,3).

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In Burgdorf holt die CDU bei der Bundestagswahl die meisten Stimmen, es folgen SPD und FDP.

Quelle: Symbolbild

Burgdorf. An dritter Stelle liegt die FDP – im Gegensatz zu vielen anderen Kommunen – mit 11,1 Prozent (5,1). Zulegen können auch die AfD mit 9,3 (3,9) Prozent, die Grünen mit 9,3 (9) Prozent und die Linken mit 6,3 (5,3) Prozent. Mit 78,4 Prozent liegt die Wahlbeteiligung über der von der 2013-er Wahl. Damals gaben 75,3 Prozent der Wahlberechtigten ihre Stimme ab.

„Mit unserem Ergebnis sind wir zufrieden“, sagte CDU-Chef Armin Pollehn am Montag und verwies auf die Kommunalwahl. Seinerzeit hatte die Partei 30,9 Prozent der Stimmen erhalten. Gleichwohl habe ihn das Ergebnis überrascht, weil es sich nicht mit den Gesprächen an den Wahlständen decke: „Offenbar gibt es eine große Diskrepanz zwischen Bundes- und Lokalpolitik“, sagte Pollehn, nach dessen Angaben die CDU nun den Landtagswahlkampf verstärke.

Aus Sicht von SPD-Fraktionschef Gerald Hinz zeichnete sich das Abschneiden seiner Partei in den Prognosen ab: „Die SPD war innerhalb der Großen Koalition nicht sichtbar“, sagte er selbstkritisch und fügte hinzu: „Gute Ergebnisse wurden Angela Merkel zugeordnet, bei gefühlt schlechten Entscheidungen wie der PKW-Maut wurden wir gefragt, weshalb wir mitgestimmt haben.“ Dabei funktioniere eine Koalition ohne Kompromisse nicht. Bei der Wahlparty am Sonntagabend hätten viele SPD-Mitglieder deshalb die Absage von Parteichef Martin Schulz an eine weitere Koalition mit der CDU begrüßt.

„Dass die AfD ohne großen Wahlkampf ein solches Ergebnis einfährt, ist erschreckend“, sagte Grünen-Chefin Sinja Münzberg-Jesche. Auch wenn die Grünen leicht hätten zulegen können, gehe es nun darum, im anstehenden Landtagswahlkampf zu punkten und die Inhalte zu thematisieren. „Das gilt auch für die mögliche Jamaika-Koalition im Bund – die Inhalte müssen stimmen, sonst hat das keinen Sinn“, sagte die Grünen-Politikerin. „Ich freue mich über unser Ergebnis von gut 9 Prozent“, sagte AfD-Fraktionsvorsitzende Christiane Wichmann, die für ihre Partei auch zur Landtagswahl kandidiert. Den Vorwurf, zu wenig Wahlkampf gemacht zu haben, wies sie indes zurück. „Wir plakatieren jetzt neu und verteilen auch Flyer, haben aber eben weniger Mitglieder als andere Parteien“, sagte sie. Allerdings benötige sie wie viele andere Wahlkämpfer auch nun einige Tage zum Luftholen.

„Deutschland wird nicht leichter zu regieren sein“, sagte Mario Gawlik, FDP-Chef für Burgdorf und Uetze. Er freue sich, dass die Liberalen ein besseres Ergebnis als auf Bundesebene eingefahren habe: „Das motiviert uns für die weitere Arbeit.“ Allerdings bereiteten ihm der Absturz der SPD und die Stärke der AfD große Sorge. „Für mich ist das ein Zeichen, dass wir wieder die Sacharbeit in den Fokus rücken müssen.“

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