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Kirchengemeinden suchen Ehrenamtliche

Burgdorf Kirchengemeinden suchen Ehrenamtliche

Gesucht werden: Christen mit Sinn für Teamarbeit, Zeit für ein Ehrenamt und Lust, Verantwortung zu übernehmen. So lässt sich die Suche nach Kirchenvorstehern zusammenfassen, auf die sich die Gemeinden im Kirchenkreis Burgdorf jetzt begeben. Am 11. März kommenden Jahres ist die Wahl.

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Werben für die Kirchenvorstandswahl (von links): Felix Kleinschmidt, Vorsitzender des Kirchenjugendkonvents, Wolfgang Hornig, Referent für Öffentlichkeitsarbeit, Fundraiser Marcus Dohm, Doris Lehrke-Ringelmann, Gleichstellungsbeauftragte im Kirchenkreis, Superintendentin Sabine Preuschoff, Jacqueline Gebauer, Leiterin des Kirchenkreisamtes, Wilfried Hartmann, Kirchenvorsteher der Markusgemeinde Lehrte, Kerstin Klenke, zuständig im Kirchenkreis für die Vorstandswahl, und Ralph Scheferling, Vorsitzender des Kirchenkreistages.

Quelle: Bismark

Burgdorf. "KircheMitMir" lautet das Motto der Kirchenvorstandswahl, die alle sechs Jahre anstehen. "Dahinter steht, dass jede Meinung gefragt ist und dass sich jeder einbringen kann", sagt Superintendentin Sabine Preuschoff. Auf diese Vielfalt setzten die Gemeinden jetzt bei der Suche nach den Kandidaten. Manche der 18 Kirchengemeinden bildeten eine Findungskommission, andere sprächen interessante Gemeindemitglieder gezielt an. 

Auf diese Weise kam auch Wilfried Hartmann, Kirchenvorsteher der Markusgemeinde Lehrte, zu seinem Ehrenamt. "Als ich das erste Mal gefragt wurde, habe ich noch wegen meines Berufs abgesagt", erinnert er sich. Bei der jüngsten Wahl im Jahr 2012 habe er dann zugestimmt, und die Entscheidung bisher nicht bereut. Im Gegenteil: "Ich trete noch einmal an." Denn das Engagement, vor allem bei "Lehrte hilft" und dem "Stammtisch international" bei der Bahnhofsmission, gebe ihm eine innere Zufriedenheit.

Bereits seine fünfte Amtsperiode in der St.-Petri-Gemeinde strebt Ralph Scheferling an, inzwischen Vorsitzender des Kirchenkreistages. Das Besondere in diesem Ehrenamt sieht er darin, Verantwortung übernehmen zu können. "Jeder findet seine Aufgabe, sei es im Gottesdienst, in der Jugendarbeit, im Bereich der Finanzen oder in der Kita", nennt Scheferling einige Beispiele aus der Kirchenvorstandsarbeit. Dabei schätzt der Kolshorner den Wechsel der Kirchenvorsteher durchaus: "Dank der neuen Mitglieder gibt es niemals ein Weiterso, und das ist gut."

Auf der anderen Seite hätten viele Kirchenvorsteher erst jetzt, nach gut fünf Jahren, das Gefühl, endlich alle Zusammenhänge verstehen zu können. "Viele wollen deshalb noch einmal kandidieren, weil ihnen nun die Arbeit noch mehr Spaß macht", sagt Preuschoff.

Bei der Suche nach geeigneten Kandidaten erhalten die Gemeinden die Unterstützung, unter anderem mit einem Workshop am 9. September, in dem die Gemeinden sich über die richtige Ansprache neuer Kandidaten informieren können, und mit einer Veranstaltung am 24. November. "Dort erhalten Interessierte einen Einblick in die Arbeit von Kirchenvorständen", sagt Marcus Dohm. Dabei würden Erfahrene den künftigen Neueinsteigern das Ehrenamt vorstellen. Aber auch das Kirchenkreisamt helfe bei Fragen rund um die Verwaltungsarbeit, sagt Jacqueline Gebauer, Leiterin des Kirchenkreisamtes.  

Bis Ende Januar erstellen die Gemeinden die Kandidatenlisten, über die die Mitglieder dann am 11. März abstimmen. Doris Lehrke-Ringelmann, Gleichstellungsbeauftragte im Kirchenkreis, hofft, dass diese die Vielfalt in den Gemeinden widerspiegeln. "Es ist gut, wenn unterschiedliche Sichtweisen und Lebenswelten sich dort wiederfinden", sagt sie. Einig sind sich alle Aktiven, dass sie Christen mit Interesse an einem besonderen Ehrenamt und Spaß an Teamarbeit suchen.

Wer darf kandidieren?

Der Kirchenkreis Burgdorf zählt etwa 51.000 Gemeindemitglieder in 18 Kirchengemeinden, in denen annähernd 180 Kirchenvorsteher ehrenamtlich arbeiten. Bei der jüngsten Wahl vor sechs Jahren gab es gut 48.000 Wahlberechtigte, von denen knapp 9000 abstimmten. Damals traten 189 Kandidaten an, 115 von ihnen wurden gewählt. Weitere 70 wurden von den Gemeinden berufen.

Bei der Wahl im nächsten Jahr dürfen erstmals auch jene Christen wählen, die 14 Jahre alt sind - bislang lag die Altersgrenze bei 18 Jahren. "Wir werden jetzt im Konfirmandenunterricht die Jugendlichen gezielt ansprechen und auf das Wahlrecht hinweisen", kündigt Felix Kleinschmidt, Vorsitzender des Kirchenkreisjugendkonvents, an.

Zur Wahl antreten dürfen Gemeindemitglieder über 18 Jahre, die Zeit und Lust auf ein Ehrenamt haben. Die Amtsperiode beträgt sechs Jahre, nach der Halbzeit aber können die Kandidaten aufhören. Vor allem junge Kirchenvorsteher, die ein Studium oder eine Ausbildung absolvieren, könnten ihre persönliche Situation nicht über sechs Jahre planen, sagt Wolfgang Hornig, im Kirchenkreis für die Öffentlichkeitsarbeit zuständig.

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