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Amnesty thematisiert Folter

Burgdorf Amnesty thematisiert Folter

Genau zwölf Aktive zählt die Amnesty-International-Gruppe in Burgdorf. Sie haben sich für die nächsten Monate viel vorgenommen - auch, neue und vor allem jüngere Mitglieder zu werben.

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Zwischen Wochenmarkt und Blasmusik: Amnesty International sammelt Unterschriften gegen die Folter - und für marokkanische Häftlinge.

Quelle: privat

Burgdorf. Zwischen Kunden des Wochenmarktes und Zuhörern der Musikzüge vom Schützenfest haben die Freiwilligen um Erika Büchse am Sonnabend die Menschenrechte positioniert. Mit einem neuen Pavillon, ausgestattet mit drei Monitoren, informierten die Ehrenamtlichen über Länder, die foltern und über Menschen, die Folter erleiden müssen. Damit beteiligte sich die Gruppe am Internationalen Tag gegen Folter - und zog nach dem Termin eine gute Bilanz.

„Weil so viele Besucher zur Musik kamen, konnten wir auch viele ansprechen“, sagt Büchse und betont, Amnesty kläre erst intensiv über die Petitionen auf und bitte erst dann um eine Unterschrift. An diesem Sonnabendvormittag richtete sich die Unterstützung an zwei junge Marokkaner, die wegen ihrer Freiheitsliebe und des Kampfs um Menschenrechte zu einer Gefängnisstrafe verurteilt wurden. „Die Passanten haben sehr interessiert nachgefragt“, sagt Büchse und weist darauf hin, dass die Burgdorfer Gruppe im nächsten Jahr den 40. Geburtstag begeht. Davor wollen die Mitglieder aber noch mehrere Projekte realisieren: Im nächsten Monat will die Gruppe ihre Homepage überarbeiten, außerdem sucht sie weitere Mitstreiter. „Viele von uns sind inzwischen über 60 Jahre, deshalb suchen wir auch Jüngere“, sagt Büchse.

Ihren Angaben zufolge plant die Gruppe für den Herbst eine mehrteilige Veranstaltungsreihe zum Internationalen Tag gegen die Todesstrafe: Auf das Thema werde zunächst eine umfangreiche Posterausstellung im Rathaus eingehen, sagt sie. Weitere Aktionen seien ein Vortrag mit Diskussion am Dienstag, 13. Oktober, mit einem Juristen über die Frage „Wie stellt sich die Todesstrafe aus juristischer Sicht dar?“, eine Filmvorführung von „Das Mädchen Hirut“ am 14. Oktober in der neuen Schauburg und eine Lesung mit Schauspieler Dieter Hufschmidt am 16. Oktober.

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