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Donnerstag fällt Urteil gegen Räuber-Trio

Burgdorf Donnerstag fällt Urteil gegen Räuber-Trio

Das Jugendschöffengericht des Amtsgerichts Burgdorf will im Prozess wegen des gescheiterten Raubüberfalls auf die Spielothek Planet Ufo am Brandende im März vergangenen Jahres am Donnerstag nach Möglichkeit zu einem Urteil kommen. Angeklagt sind drei junge Männer aus Burgdorf, Hänigsen und Hannover.

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Das Jugendschöffengericht des Amtsgerichts Burgdorf setzt am Donnerstag den Prozess gegen das Ufo-Räuber-Trio fort und will zu einem Urteil kommen.

Quelle: Joachim Dege

Burgdorf. Am ersten Prozesstag im Mai beschäftigte sich das Gericht in der Hauptsache mit dem versuchten Überfall. Der war auch deshalb in die Hose gegangen, weil der Räuber zur Tatzeit volltrunken war. Außerdem will er von einem Mitangeklagten und dessen Komplizen zu der Tat gezwungen worden sein. Er räumte vor Strafrichter Klaus von Tiling und den beiden Schöffen freimütig ein, dass er mit Sturmhaube überm Kopf und Schreckschusspistole in der Hand nach etlichen kräftigen Schlucken aus der Whisky-Flasche in die Gaststätte gestürmt sei. Der Spielhallenaufseher indessen fackelte nicht lange, überwältigte den 21-Jährigen, riss ihm die Maske vom Kopf und trieb ihn in die Flucht. Der Räuber rief sodann selbst bei der Polizei an und legte ein Geständnis ab.

Die beiden anderen Angeklagten hatten – als Anstifter der eine, als Fahrer der andere – nicht nur beim Überfallversuch ihre Finger im Spiel. Sie müssen sich wegen ihrer Beteiligung an üblen Schlägereien zudem wegen gefährlicher Körperverletzung verantworten. Die Staatsanwaltschaft legt ihnen brutalste Übergriffe zur Last.

Im einen Fall waren der Fahrer vom Überfall in der Stadt mit einem anderen jungen Mann verbal aneinandergeraten. Anschließend beschimpften und bedrohten sich beide Männer gegenseitig auf WhatsApp, bis sie sich auf dem parkähnlichen Platz am Wall zur Aussprache mit Fäusten trafen. Der Fahrer behauptet nun, er sei geschubst worden. Erst dann habe er zugeschlagen, sodass sein Kontrahent zu Boden ging. Daraufhin soll der Anstifter des Überfalls auf den am Boden liegenden Mann eingetreten haben. Mit dem Ergebnis, dass dieser mit Gehirnerschütterung ins Krankenhaus musste. Ob sich das so zugetragen hat, soll die Vernehmung eines Zeugen ans Licht befördern, der den ersten Prozesstag geschwänzt hatte.

Bei einem zweiten Übergriff soll der mutmaßliche Treter einen jungen Mann, der abends mit Freunden im Stadtpark abhing, aus heiterem Himmel ins Gesicht geboxt und die Nase gebrochen haben. Auch dazu will das Gericht einen weiteren Zeugen vernehmen.

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