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Amtsgericht verhandelt Schlägerei
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Burgdorf Amtsgericht verhandelt Schlägerei

Eine wüste Schlägerei, bei der eine Bierflasche auf dem Schädel eines Beteiligten zerbarst, hat am Montag das Amtsgericht Burgdorf beschäftigt. Der Körperverletzung angeklagt ist der Exfraktionsgeschäftsführer der rechtskonservativen Wählergemeinschaft Die Hannoveraner.

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Eine wüste Schlägerei, bei der eine Bierflasche auf dem Schädel eines Beteiligten zerbarst, hat am Montag das Amtsgericht Burgdorf beschäftigt.

Quelle: Symbolfoto

Burgdorf. Andreas M. kandidierte bei der Kommunalwahl 2011, um für die Wählergemeinschaft Die Hannoveraner einen Sitz in der Regionsversammlung zu erringen - ohne Erfolg. Im April vergangenen Jahres arbeitete er noch als Fraktionsmitarbeiter der rechtskonservativen Gruppierung, die in der Regionsversammlung und im Rat der Stadt Hannover mit jeweils zwei Mandatsträgern sitzt und zu deren Leitsätzen zählt, keine Angst vor Gewalt haben zu müssen.

In der Nacht zum 6. April gegen 2 Uhr - M. hatte mehr als zwei Promille Alkohol im Blut - war der hehre Leitsatz vergessen. In der Brandente herrschte drängende Enge. M. geriet mit einem Gast aneinander. Es kam zu Handgreiflichkeiten. Mehr noch: M. soll seinem Kontrahenten eine Bierflasche auf dem Kopf zertrümmert haben. Vor Gericht bestritt er, das Gefäß als Waffe eingesetzt zu haben.

Das sah das 40 Jahre alte Opfer, ein im Prozess als Nebenkläger auftretender Kaufmann aus Burgdorf, ganz anders. M. habe ihn provoziert, indem er ihn immer wieder schubste und damit nicht aufhörte, obgleich er ihn mehrfach dazu aufgefordert habe. Schließlich habe M. ihm unvermittelt die Flasche auf den Kopf geschlagen, sodass viel Blut floss.

Der Wirt und andere Gäste gingen dazwischen und alarmierten die Polizei. Eine Zeugin, die das Geschehen aus nächster Nähe verfolgt haben will, bestätigte am Montag die Darstellung des Opfers. Der Wirt und ein weiterer geladener Zeuge indessen blieben der Gerichtsverhandlung unentschuldigt fern. Richterin Stephanie Rohe zeigte sich davon wenig erbaut, verhängte gegen beide ein Ordnungsgeld von jeweils 150 Euro und vertagte die Verhandlung auf Mittwoch, 20. Februar, 12.45 Uhr.

Die Hannoveraner beendeten Ende 2012 das Arbeitsverhältnis mit M. Mit der Anklage habe das nichts zu tun, sagte Hannoveraner-Chef Jens Böning.

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