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Ladendiebin kassiert Freiheitsstrafe

Burgdorf/Uetze Ladendiebin kassiert Freiheitsstrafe

Mit einer viermonatigen Freiheitsstrafe auf Bewährung und 20 Stunden gemeinnütziger Arbeit ahndet das Amtsgericht Burgdorf jetzt wiederholte Ladendiebstähle einer 36-Jährigen, die in der Gemeinde Uetze wohnt. Amtsrichterin Stephanie Rohe fand in der Urteilsbegründung klare Worte zu den Taten.

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Eine viermonatige Freiheitsstrafe wegen Ladendiebstahls hat jetzt eine 36-Jährige vor dem Amtsgericht Burgdorf kassiert.

Quelle: Symbolbild/Dege

Uetze/Burgdorf. Seit November vergangenen Jahres stand die Asylbewerberin aus Montenegro nun zum vierten Mal wegen Ladendiebstahls vor Gericht: Sie kassierte bereits Geldstrafen vom Amtsgericht Burgwedel und Burgdorf, nachdem sie unter anderem in einem Supermarkt in Lehrte etliche Lebensmittel im Wert von mehr als 90 Euro in einem leeren Kinderwagen verstaut hatte und dann - ohne zu bezahlen - den Laden verlassen wollte. Noch während diese Verfahren liefen, entwendete die siebenfache Mutter bei Karstadt in Celle eine Steppjacke für ihren Mann.

Der Kaufhausdetektiv aus Celle schilderte jetzt Amtsrichterin Stefanie Rohe, wie die Angeklagte mit einer Tochter ins Kaufhaus ging. In der Herrenabteilung, so der Zeuge, trafen sie dann auf einen Mann, der ein Kind auf dem Arm trug. Er habe auf eine Jacke für 49,95 Euro gezeigt, die wiederum die 36-Jährige ihrer Tochter in die Umkleidekabine mitgab. Diese steckte die Jacke in eine Tasche, hängte den leeren Bügel in ein Hemd und verließ mit ihrer Mutter das Geschäft. Vor der Tür übernahm der Mann wiederum die Jacke und zog sie sich an - in diesem Augenblick griff der Ladendetektiv zu.

Vor Gericht beteuerte die Angeklagte mit Hilfe eines Dolmetschers, sie habe seitdem nie wieder gestohlen und "sie schwöre hoch und heilig, dass sie nie wieder stehlen werde". "Dagegen spricht aber ganz klar, dass es seit einem Diebstahl im Juni wieder ein Ermittlungsverfahren gibt", sagte der Vertreter der Staatsanwaltschaft. "So geht das nicht weiter", fügte er hinzu. Er warf der Frau vor, sie bereite ihre Kinder schon jetzt auf eine kriminelle Karriere vor. Und auch Amtsrichterin Stefanie Rohe bezeichnete die Straftaten als schlechtes Beispiel für die Kinder. "Wie sollen die lernen, wie sie sich richtig verhalten sollen? Ich befürchte vielmehr, dass sie einmal in Ihre Fußstapfen treten werden", sagte die Richterin.

Sie folgte deshalb dem Antrag der Staatsanwaltschaft, keine Geldstrafe mehr zu verhängen, sondern eine viermonatige Freiheitsstrafe für zwei Jahre zur Bewährung auszusetzen. "Verstehen Sie das: Wenn Sie noch einmal klauen, dann gehen Sie ins Gefängnis", gab Rohe der Ladendiebin mit auf den Weg und sprach angesichts der vier entdeckten Taten von der Spitze des Eisbergs. Außerdem muss die Angeklagte 20 Stunden gemeinnützige Arbeit leisten. Sie verzichtete ebenso wie die Staatsanwaltschaft noch im Gerichtssaal auf Rechtsmittel.

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