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Blutspender - eine eingeschworene Truppe

Burgdorf Blutspender - eine eingeschworene Truppe

Entspannte Routine herrscht an diesem Mittwoch in der DRK-Begegnungsstätte: Zum elften Mal in diesem Jahr bitten die Rotkreuzler zur Blutspende - und viele der gut 60 Teilnehmer gehören längst zu den "Stammkunden". Zu ihnen zählt auch Matthias Braune, der zum 100. Mal Blut spendete.

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Spenden zum dritten Mal Blut: Michelle Schröder (rechts) und Franziska Brosig.

Quelle: Bismark

Burgdorf. Jeder Handgriff sitzt bei den Ehrenamtlichen vom DRK Burgdorf und bei den Hauptamtlichen vom Blutspendedienst in Springe. Kein Wunder, findet die Blutspende-Chefin aus Burgdorf, Annemarie Schliffka: "Seit dem Umzug an die Wilhelmstraße vor gut sechs Jahren bieten wir an jedem zweiten Mittwoch im Monat den Blutspendetermin an." In dieser Zeit haben sich die Abläufe von der Anmeldung über die Fragebogen-Abfrage und das Blutspenden bis hin zum Imbiss fast verselbständigt.

Bei aller Routine aber: Die DRK-Mitglieder gehen auch immer wieder neue Wege, vor allem bei der Suche nach neuen Spendern. "Wir haben zum Beispiel bei Cramer und bei Rewe um Erstspender geworben", sagt DRK-Chef Gero von Oettingen. Seinen Angaben zufolge wirken diese Außenauftritte nach: "Die Neuen kommen nicht gleich auf einmal, sondern mitunter zeitverzögert." Manch einer denke erst noch in Ruhe darüber nach, bei anderen gebe es manchmal Anstöße im privaten Raum.

Matthias Braune kam 1973 über die DDR-Armee in Dessau zum Blutspenden: "Das war so freiwillig, wie ein Termin beim Militär freiwillig sein kann", sagt er. Als besonderen Anreiz habe es für jede Blutspende einen zusätzlichen Ausgang gegeben. "Und den wollten wir uns natürlich nicht entgehen lassen", sagt der 61-Jährige mit einem Schmunzeln. Auch nach der Armeezeit spendete Braune weiterhin Blut: "Ich wollte etwas Gutes tun, und außerdem ist es ja auch gesund", sagt er und fügt hinzu, dass er auch nach seinem Umzug nach Burgdorf vor 21 Jahren dem DRK treu geblieben sei - mehrmals jährlich. An diesem Mittwoch ist es die 100. Blutspende, und dafür gibt es Präsente.

Braune lobt das Miteinander in der Begegnungsstätte: "Wir kennen uns hier ja schon alle, weil wir uns immer wieder treffen." In seinem privaten Umfeld motiviere er andere mitzumachen: "Man hilft ja mit der Blutspende anderen Menschen auf einfache Art und Weise", begründet er sein Engagement.

Auch Beate Brosig kommt nach eigenen Angaben regelmäßig zur Spende. Wie oft, das vermag die Burgdorferin nicht zu sagen. Ihre Tochter Franziska, die mit Freundin Michelle Schröder den Termin wahrnimmt, weiß es ganz ganz: "Ich bin das dritte Mal hier." Auf die Blutspende aufmerksam wurde Michelle Schröder über Flyer und die Zeitung. "Ich bin ja sehr gesundheitsbewusst und habe gedacht, dass das gut ist und ich anderen gleich helfen kann", sagt die 21-Jährige. Dass sie dabei bleiben werde, stehe außer Frage. Außerdem versuche sie, andere Freunde zu überreden. "Denn letztlich hofft ja jeder nach einem Unfall oder einer Erkrankung, dass es Blut für ihn gibt", sagt sie.

Wer noch in diesem Jahr spenden möchte, hat am Mittwoch, 14. Dezember, von 15.30 bis 19.30 Uhr in der DRK-Begegnungsstätte Herbstfreuden, Wilhelmstraße 3b, die Chance dazu.

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