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Arbeiter mähen wilden Wein ab

Hülptingsen Arbeiter mähen wilden Wein ab

Eine zu große Fläche haben jetzt Arbeiter am historischen Reitweg in Hülptingsen abgemäht - sie zerstörten bei ihrer Arbeit am Freitag auch mehrere Weinpflanzen, die Anwohner vor zwei Jahren gesetzt hatten. Sie sollen nun Ersatz bekommen.

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Abgemäht: Der wilde Wein am historischen Reitweg gehört der Vergangenheit an.

Quelle: Bismark

Hülptingsen. "Eigentlich", betont der Unternehmer aus Hülptingsen, "ärgere ich mich nicht so schnell." Am Wochenende aber wusste er nicht so recht, wie er mit seinem Frust umgehen sollte. Zu groß war der Ärger darüber, dass eine Gartenbaufirma am Freitag nicht nur die Rasenfläche zwischen seinem Grundstück und dem historischen Reitweg gemäht hatte. "Die Mitarbeiter haben auch alle unsere Weinpflanzen komplett gekappt", sagt seine Frau und fügt hinzu, dass ein Teil der Setzlinge auf ihrem privaten Grund und Boden gewachsen seien.

"Als der Reitweg angelegt wurde, wollten wir den Passanten nicht die Ansicht der nackten Lagerhalle bieten und haben deshalb den Wein gepflanzt", sagt sie. Auf ihrem Grundstück zogen sie Rasenkantensteine als Grenze. Weil sich daran eine städtische Fläche anschloss, setzen sie auch dort kleine Triebe ein. Zwei Jahre lang wässerte die Anwohnerin die Pflanzen mit der Hand, denn auf der rückwärtigen Seite ihres Grundstücks gibt es keinen Wasseranschluss. "Deshalb waren wir sehr froh, dass der Wein inzwischen mehr als zwei Meter hoch gewachsen war und richtig gut gewurzelt hatte", sagt sie. Dort wie auch auf der Rasenfläche hätten sich während der Sommermonate viele Insekten getummelt, betont ihr Mann die ökologische Besonderheit des Kleinods.

Umso größer war der Schrecken, als das Paar am Sonnabend den Kahlschlag entdeckte - nicht nur auf der städtischen Fläche, sondern eben auch auf dem kleinen privaten Streifen. Lediglich einige kleine Zweige erinnern daran, dass die Weinpflanzen sich an der Holzwand der Lagerhalle emporgerankt hatten. Nach dem ersten Schrecken informierten die Anwohner die Stadt: "Wir möchten gern Ersatz für unsere Pflanzen, auch wenn die Arbeit damit nicht erledigt ist", sagt die Hülptingserin.

Mit ihrem Wunsch finden sie durchaus und sehr schnell Gehör im Rathaus: "Auf der privaten Fläche wird die beauftragte Firma die Pflanzen ersetzen", kündigt Sprecher Marius Franke bereits am Dienstag an und fügt hinzu, das Unternehmen werde direkt mit den Anwohner Kontakt aufnehmen.

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