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Abzocke: Polizei weist Vorwurf zurück

Burgdorf Abzocke: Polizei weist Vorwurf zurück

In einem Brief an die Region Hannover fordert ein Anwohner der Allerstraße ein gelbes Warnlicht vor der Ampel an der Moor-/Schillerslager Straße. Seine Begründung: Autofahrer nehmen das Rotlicht zu spät wahr und fahren deshalb auch bei Gelb oder Rot über die Kreuzung.

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Keine Abzocke an der Schillerslager Straße: Polizei weist Vorwurf eines Anwohners zurück.

Quelle: Symbolbild

Burgdorf. Das Blinklicht solle Autofahrern aus Richtung Schillerslage frühzeitig signalisieren, dass die Ampel von Grün umschaltet - wenn Fußgänger oder Radfahrer den entsprechenden Knopf drücken. Diese Situation verführe Autofahrer dazu, noch schnell bei "Dunkelgelb" oder "Hellrot" zu fahren, weil sie nicht im Kreuzungsbereich halten und Autos aus der Moorstraße blockieren wollen.

Auch für die Finanzierung schlägt der Burgdorfer eine Einnahmequelle vor: Weil die Polizei diesen Bereich immer wieder überwacht, weil sie eben um die Rotlicht-Sünder wisse, sollte die Region das Bußgeld nehmen und das Warnlicht finanzieren. Zugleich wirft der Mann der Polizei indirekt Abzocke vor: Er fahre seit zehn Jahren die Strecke und habe noch keinen Unfall beobachtet. Deshalb könne der Bereich, obwohl er als Schulweg gelte, kein Unfallschwerpunkt sein. Und deshalb sei es unverhältnismäßig, dass dort regelmäßig ein Streifenwagen stehe, dessen Besatzung auf einen Autofahrer warte, der bei Rot die Kreuzung passiere.

Den Vorwurf der Abzocke weist Jochen Sachweh, bei der Polizei Burgdorf für den Einsatz der Streifenwagen zuständig, zurück. Im vergangenen Jahr hätten seine Kollegen an 25 Tagen für maximal eine Stunde dort den Verkehr kontrolliert, in diesem Jahr waren es bis Ende Mai sechs Termine. Angesichts dieser Zahlen könne keine Rede sein von einer zu starken Kontrolle. 

"Unser Augenmerk im gesamten Stadtgebiet liegt darauf, die Unfallzahlen zu reduzieren", sagt Sachweh und fügt hinzu, dass dabei vor allem auf die Sicherheit von Fußgängern und Radfahrern geachtet werde. "Und sie nutzen diese Kreuzung zum Beispiel auf dem Weg zum Bahnhof, zur Grundschule oder zum Altenheim", weiß Sachweh aus Erfahrung. Seinen Angaben zufolge gab es seit 2011 dodrt 10 Verkehrsunfälle mit Leichtverletzten. "Das ist kein Unfallschwerpunkt", bestätigt Sachweh, aber: "Die Kontrollen sind gerechtfertigt."

Ungerechtfertigt hingegen wäre ein Warnlicht: "An der Stelle ist Tempo 50 erlaubt, deshalb sollten Autofahrer an der Haltelinie vor der Kreuzung stoppen können." Wer sie überfahre, habe noch genügend Zeit und Raum, um vor der Ampel anzuhalten. Damit werde auch nicht der Verkehr aus der Moorstraße blockiert.

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