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Arbeitgeber stellen mehr ein

Burgdorf/Lehrte/Sehnde/Uetze Arbeitgeber stellen mehr ein

Als stabil bezeichnet der Leiter der Arbeitsagentur, Michael Brandes, den Arbeitsmarkt im vergangenen Jahr. Mehr Stellen führten zu mehr Beschäftigung - für 2016 sieht Brandes neue Aufgaben.

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In Burgdorf, Lehrte, Sehnde und Uetze ist die Zahl der Arbeitslosen gesunken.

Quelle: Bernd Wüstneck/Symbolbild

Burgdorf. In allen vier Kommunen sei in den vergangenen zwölf Monaten die Zahl der Arbeitslosen gesunken, sagt Michael Brandes, der als Leiter der hiesigen Arbeitsagentur für alle vier Kommunen verantwortlich zeichnet. Aus seiner Sicht hängt diese Entwicklung mit einem wachsenden Stellenangebot zusammen: „In Lehrte und Sehnde schlägt sich dies vor allem in der Lager- und Logistikbranche nieder“, sagt Brandes. Für Burgdorf gebe es zwei Sondereffekte: „Die Ansiedlung des Hagebaumarktes und von Burger King haben den Stellenmarkt angekurbelt“, sagt Brandes.

Besonders erfreulich sei aus seiner Sicht, dass die Unternehmen erheblich mehr sozialversicherungspflichtige Jobs schaffen. „Das begründet sich aus der steigenden Nachfrage nach Arbeitskräften.“ Im regionalen Vergleich stünden alle vier Kommunen sehr gut da, sagt der Agenturchef und verweist auf Lehrte: Dort habe die Arbeitslosenquote (ohne die Bezieher von Hartz IV) bei 1,3 Prozent gelegen. „Das entspricht schon fast einer Vollbeschäftigung.“

Umso mehr rücke die Qualifizierung, insbesondere von Langzeitarbeitslosen, verstärkt in den Fokus. Das gelte für Branchen wie Gastronomie, Logistik, Pflege und Berufskraftfahrer. „Darauf werden wir uns konzentrieren“, sagt Brandes - diese Konzentration sei vor allem auch deshalb möglich, weil sich ein spezielles Team in Hannover um die Integration von Flüchtlingen in den Arbeitsmarkt kümmere. „Das entlastet uns.“

Der stabile Arbeitsmarkt werde sich auch auf das anstehende Jahr auswirken, ist Brandes überzeugt. Gleichwohl sieht er einige Faktoren, die eine genaue Prognose erschweren. „Wir müssen abwarten, wie sich die Situation bei VW auf die Beschäftigten auswirkt“, nennt er ein Beispiel. Zwar rechneten die Fachleute nicht damit, dass der Automobilkonzern die Stammbelegschaft entlasse - wohl aber würden Verträge der Zeitarbeiter nicht verlängert. Unkalkulierbar seien auch die Folgen für Zulieferer in der Region.

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