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Wasserqualität der Aue verbessert sich

Burgdorf Wasserqualität der Aue verbessert sich

Seit Jahren verbessert sich die Wasserqualität der Aue – dies dokumentiert unter anderem die Arbeitsgemeinschaft für Limnologie. Deren Vorsitzender Dirk Schmidt nimmt regelmäßig Wasserproben und wertet diese aus.

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Seit Jahren verbessert sich die Wasserqualität der Aue, hier unterhalb des Pferdemarkplatzes - Naturschützer sehen noch weiteren Verbesserungsbedarf.

Quelle: Joachim Dege

Burgdorf. Seit fast vier Jahrzehnten besteht die Arbeitsgemeinschaft, und aus dieser Zeit stammen auch die ersten Gütekarten. „Daran lässt sich ablesen, dass sich die Aue erholt hat“, sagt wie Schmidt auch Peter Frerichs von der Burgdorfer Umweltschutzabteilung. Die beiden wichtigsten Trends für die verbesserte Wasserqualität sieht Schmidt in den Kläranlagen: „Früher hatte jede Kommune eine eigene kleine, die ihr Abwasser in zumeist kleine Bäche geleitet haben.“ Sie seien inzwischen abgeschaltet worden, stattdessen hätten sich Kommunen zu größeren Einheiten zusammengeschlossen.

Diese Kläranlagen wiederum hätten in den vergangenen Jahren immer strengere gesetzliche Vorgaben erhalten, die sie dank moderner Technik inzwischen auch einhielten, sagt Schmidt, und Frerichs ergänzt, dass auch Burgdorf immer wieder in die Kläranlage investiere. Von dort aus wird nach Aussage Schmidts das gereinigte Wasser in die Aue geleitet: „Bei einer Wasseruntersuchung dort habe ich festgestellt, dass der gesetzlich vorgeschriebene Grenzwert noch nicht mal zu einem Zehntel erreicht wurde“, sagt er.

Gleichwohl gibt es weitere Aufgaben, die die beiden Umweltschützer als wichtig ansehen. Sie sind deshalb froh, dass Burgdorf auch in Zukunft in der Arbeitsgemeinschaft für Limnologie mitarbeitet: Frerichs sieht es als wichtige Aufgabe, den Nährstoffgehalt in der Aue zu senken. „Dafür ist die Landwirtschaft zuständig“, sagt er. Schmidt berät Kommunen, vor allem aber die Landeshauptstadt, bei der Frage, wie die stark begradigte Flüsse und Bäche renaturiert werden können. „Gerade nach den Hochwassern der vergangenen Tage sehen wir die Wichtigkeit des Themas“, sagt er.

Für Mitgliedskommunen dokumentieren Schmidt und seine Mitstreiter weiterhin intensiv die Wasserqualität – auch unter dem Aspekt, dass Kali und Salz möglicherweise wieder Salzlauge einleiten will. „Anhand unserer Untersuchungen und Dokumentationen können wir nachweisen, wie sich ein solcher Eingriff zum Beispiel auf das Vorkommen von Süßwasser-Organismen auswirkt“, sagt Schmidt.

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