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Hundefreilauffläche kommt vielleicht doch

Burgdorf Hundefreilauffläche kommt vielleicht doch

Kaum ist die von den Linken geforderte Hundefreilauffläche im Bauausschuss des Rates wie im Rat selbst durchgefallen, zeichnet sich für Hundebesitzer ein neuer Hoffnungsschimmer ab. Ratsmitglieder von SPD, Die Linke und CDU haben eine Arbeitsgruppe verabredet, um nach einer Lösung zu suchen.

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In der Brut- und Setzzeit gilt für Hunde in der freien Landschaft Leinenzwang. Freilich nicht in Teilen des Stadtparks.

Quelle: Joachim Dege

Burgdorf. Damit wäre, anders von SPD-Ratsherr Hans-Dieter Morich in der jüngsten Ratssitzung prophezeit, die Hundefreilauffläche mit dem jüngsten Ratsbeschluss nicht beerdigt. Morich selbst hatte sich als Befürworter zu erkennen gegeben und Linke-Ratsfrau Christine Gross für deren Vorstoß sogar mit zwei Dosen Hundefutter gedankt. Deren Antrag war dann aber von der großen Ratsmehrheit abgelehnt worden, unter anderem mit Hinweis auf die Kosten.

Am Wochenende fand sich nun die Arbeitsgruppe, der außer Gross mit Morich, Christiane Gersemann, Katrin Perkun und Sonja Alker vier Sozialdemokraten und mit Rüdiger Nijenhof ein Christdemokrat angehören. Laut Gersemann seien sie und SPD-Fraktionschef Gerald Hinz nach der Ratssitzung auf Gross zugegangen und hätten dieser Gesprächsbereitschaft signalisiert.

Das nahm Gross zum Anlass, die Arbeitsgruppe ins Leben zu rufen. Noch in der Ratssitzung hatte sie angekündigt, dass die Sache nicht auf sich beruhen lassen werde, nachdem sie 744 Unterschriften für die Hundefreilauffläche an Bürgermeister Alfred Baxmann übergeben hatte; darunter die des Ratsvorsitzenden Armin Pollehn (CDU).

Zu einem ersten Treffen der Arbeitsgruppe will Gross nach Ostern einladen. Ziel sei es, Informationen einzuholen. Außerdem will sich die Gruppe laut Gross auf die Suche nach Sponsoren machen für die Umzäunung der Fläche, sodass bis zu den Haushaltsberatungen im Herbst ein neuer Antrag gestellt werden könne. Die Fläche freilich müsse die Stadt zur Verfügung stellen, sagt Gross. Geeignete Areale gebe es.

Aus Sicht von Nijenhof wäre dann freilich die Frage nach der Verantwortlichkeit für den Betrieb der Hundefreilauffläche zu klären. „Das muss in einem neuen Antrag beantwortet werden.“ Den Grünen, die ihre Mitarbeit in der Arbeitsgruppe ebenfalls in Aussicht gestellt haben, sind der Auffassung, dass diese Aufgabe ein gemeinnütziger Verein übernehmen sollte. Für Gross ist das keine Opotion.

So hält es die Stadt mit dem Leinenzwang

Diesen Text hat die Stadt Burgdorf auf ihrer Internetseite veröffentlicht: "Leinenzwang zur Brut-, Setz- und Aufzuchtzeit – Flächen in der Parkanlage rund um Schloss & Rathaus II bis zu den Wegen „Beim Amtshof“ und „Lönsweg"
In der Zeit vom 1. April bis zum 15. Juli jedes Jahres besteht die allgemeine Brut-, Setz- und Aufzuchtzeit in Flächen des Waldes und der übrigen freien Landschaft.

Für Hunde in der freien Landschaft gilt somit wieder ein allgemeinverbindlicher Leinenzwang. Hundehalter müssen dafür sorgen, dass unter ihrer Aufsicht stehende Hunde in dieser Zeit angeleint bleiben. Ausgewiesene ganzjährig zugängliche Freilaufflächen innerhalb der Stadt Burgdorf gibt es nicht. In den vergangenen Wochen wurde innerhalb der politischen Gremien der Stadt Burgdorf über mögliche Hundefreilaufflächen im Stadtgebiet gesprochen. Dieses immer wieder aktuelle Thema wird in diesem Zusammenhang aufgegriffen um auf eine besondere Fläche hinzuweisen.

Der angrenzende Bereich vom Schloß / Rathaus III (Schlosspark) und der Bereich um das Rathaus II (Landratsvilla), begrenzt durch die Wege „Beim Amtshof“ und „Lönsweg“ sind Parkanlagen, die im räumlichen Zusammenhang zu baulichen Anlagen stehen. Diese Flächen sind zum dauernden Aufenthalt von Menschen bestimmt und stehen im Zusammenhang mit der Nutzung der Bürogebäude bzw. haben sich als Veranstaltungsfläche für zahlreiche Kultur- und Musikveranstaltungen etabliert. Bei dieser Fläche handelt es sich um mehrere große Rasenfreiflächen mit Rand- und Begleitgrün in dem weniger Bodenbrüter und Nesthocker anzutreffen sind. Größere wildlebende Tiere oder Wildjungtiere sind in diesem Bereich laut Umweltschutzabteilung nicht anzutreffen, die in diesem Zusammenhang ausdrücklich auf diese genannten Flächen hinweist. Die Pflichten die sich aus der Hundehaltung ergeben sind auch auf diesen Flächen einzuhalten und so ist es sehr passend, dass an einem Zugang zur Fläche, am Rathaus III, ein entsprechender Hundebeutelspender (Entsorgungsstelle) aufgestellt ist. Bereits im vergangenen Jahr hat die Stadt Burgdorf auf die Nutzung dieser Flächen hingewiesen, die nicht als „freie Landschaft“ angesehen werden.

Das niedersächsisches Gesetz über den Wald und die Landschaftsordnung sieht für Hunde, die zur rechtmäßigen Jagdausübung, als Rettungshunde oder von der Polizei, der Bundespolizei oder dem Zoll eingesetzt werden eine Ausnahme vor. Verstöße gegen diesen Leinenzwang stellen eine Ordnungswidrigkeit dar, die auch bei fahrlässigem Handeln mit einer Geldbuße geahndet werden kann. Die Mitarbeiter der Ordnungsabteilung werden bei der Arbeit zur Überwachung der Brut- und Setzzeit in den dreieinhalb Monaten durch zahlreiche ehrenamtliche Feld- und Forstwächter unterstützt. Jeder dieser Feld- und Forstwächter kann sich in der Ausübung dieser Tätigkeit ausweisen und ggf. Verstöße aufnehmen."

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