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Arbeitsvertrag des Lehrers fehlt: Englisch für Neuntklässler fällt seit Wochen aus

Burgdorf Arbeitsvertrag des Lehrers fehlt: Englisch für Neuntklässler fällt seit Wochen aus

Auf ihren Englischunterricht müssen Neuntklässler der Realschule in diesem Halbjahr bislang verzichten - die Landesschulbehörde hat den Arbeitsvertrag ihres Lehrers noch nicht verlängert.

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Neuntklässler der Realschule Burgdorf müssen seit Wochen auf ihren Englischunterricht verzichten - weil der Arbeitsvertrag für den Lehrer bislang nicht verlängert wurde.

Quelle: Archiv

Burgdorf. Die Eltern haben nach Angabe eines Vaters schon viele Gespräche geführt: mit der Klassenlehrerin, mit der Schulleitung, mit der Landesschulbehörde. „Aber wir haben einfach keinen Erfolg“, sagt der Burgdorfer frustriert. Dabei sei es angesichts der Prüfungen im nächsten Schuljahr geboten, dass die Jungen und Mädchen einen umfassenden Unterricht erteilt bekämen.

Diese Einschätzung teilt auch Konrektor Kai Klinge. Seinen Angaben zufolge hatte zum Schuljahresbeginn ein inzwischen pensionierter Lehrer die Vertretung übernommen. „Er hat zuvor sehr lange und sehr erfolgreich an unserer Schule unterrichtet“, sagt Klinge und fügt hinzu, das Kollegium freue sich wie Eltern und Schüler, dass der Burgdorfer nun noch einige Zeit weiterarbeiten wolle. Deshalb habe die Realschule der zuständigen Landesschulbehörde von Anfang an übermittelt, dass sie den Lehrer das gesamte Schuljahr benötige, um den Engpass im Fach Englisch richtig überbrücken zu können. „Es ist ja fast eine Ironie des Schicksals, dass ein Urgestein des Kollegiums nun nicht weiterarbeiten darf“, sagt der Konrektor.

Die Landesschulbehörde indes stellt nach Informationen dieser Zeitung die Arbeitsverträge immer nur für ein Schulhalbjahr aus. Dieses Procedere will ein Sprecher der Behörde in Lüneburg weder bestätigen noch dementieren: „Wir geben keinerlei Auskünfte zu Arbeitsverträgen“, sagt er auf Anfrage. Nur so viel kündigt er an: Schnellstmöglich werde der Arbeitsvertrag erstellt und übersandt. Einen Grund für die Verzögerung will die Behörde ebenso wenig nennen wie „schnellstmöglich“ definieren.

„Wir warten täglich auf den neuen Arbeitsvertrag“, sagt der Konrektor und betont, ohne das Dokument müssten die vier Wochenstunden weiterhin ausfallen. Wie die Neuntklässler den Stoff je wieder aufholen wollen, bleibt dem Vater ein Rätsel. Seinen Sorgen, dass der Unterrichtsausfall mit den zahlreichen neuen IGS im Lande zusammenhängt, erteilen Klinge und der Sprecher der Landesschulbehörde eine klare Absage: Es hänge in diesem Fall eindeutig an bürokratischen Abläufen, heißt es.

Von Antje Bismark

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