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Flüchtlinge greifen dem DRK unter die Arme

Burgdorf Flüchtlinge greifen dem DRK unter die Arme

Der DRK-Sanitätsdienst hat zurzeit eine Glückssträhne. Zwei der freiwilligen Helfer, die das Santeam in jüngster Zeit hinzugewinnen konnte, sind nicht nur hochmotiviert, sondern auch noch hochqualifiziert. Der Zuzug von Flüchtlingen nach Burgdorf macht das möglich.

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Yacouba Kone (von Links) und Mohamada Abdulmohsen messen bei Santeam-Leiter Jens Berking mit dem Manometer den Blutdruck. Ausbildungsleiter Marcel Luedtke hat nichts auszusetzen.

Quelle: Joachim Dege

Burgdorf. Mohamada Abdulmohsen lebt seit vier Monaten in der Stadt, gegenwärtig in einem Doppelzimmer mit seinem Bruder in einem Wohncontainer an der Friederikenstraße. Er ist Arzt, ausgebildet in seinem Heimatland Syrien, wo er als Nierenfacharzt in zwei Krankenhäusern in Aleppo arbeitete. Im Mehrgenerationenhaus begegnete er dem DRK-Vorsitzenden Gero von Oettingen, der den Mediziner für das Santeam gewinnen konnte. Denn der Freiwilligendienst dort ist neben acht Stunden Deutschunterricht täglich eine Möglichkeit, seine Sprachkenntnisse zu praktizieren. „Deutsch ist der Schlüssel für alles“, sagt Abdulmohsen, dem die MHH eine Hospitanz in Aussicht gestellt hat.

Yacouba Kone stammt von der Elfenbeinküste, wo der gelernte Krankenpfleger bis zu seiner Flucht in einem Krankenhaus arbeitete. Er ist seit Januar 2015 in Deutschland, hat Asyl beantragt, wartet noch immer auf seine Anhörung. Er besucht die BBS und macht im Medizinischen Versorgungszentrum in der Weststadt ein Praktikum. Als er äußerte, dass er sich gern freiwillig engagieren wolle, bekam er den Tipp, sich beim DRK zu melden. Er rief Santeam-Leiter Jens Berking an, der ihn einlud: „Komm einfach vorbei.“ Das sei im Februar gewesen, berichtet Kone, der längst gut Deutsch spricht und schon bei DRK-Einsätzen bei den TSV-Bundesliga-Handballern aushalf.

Abdulmohsen sagt, er wolle sich schnell integrieren und in seinem Beruf als Arzt Deutschland etwas zurückgeben. Kone hofft auf einen Job als Krankenpfleger, will sich in Zukunft ehrenamtlich beim DRK engagieren. „So beginnt die Integration“, sagt der stellvertretende DRK-Ortsverbandsvorsitzende und Notfallmediziner Dariusz Nowak.

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