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Auch das Ohr braucht regelmäßige Pausen

Schulunterricht in Burgdorf Auch das Ohr braucht regelmäßige Pausen

Für Luke, Jannes, Christoph, Hilke, Manja und die anderen Schüler der Klasse 3e der Astrid-Lindgren-Grundschule dreht sich am heutigen Dienstag alles ums Hören. Statt zu rechnen und zu schreiben, sollen sie Geräusche identifizieren, Ocean-Drums basteln und die Anatomie des Ohrs kennen lernen.

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Luke (von links), Jannes, Christoph und Jeremie erproben die Verständigung mit einem "Telefon" aus Bechern und Schnüren.

Quelle: Stefan Heinze

Burgdorf. Dass man auch mit Bechern, die mit Schnüren verbunden sind, "telefonieren" kann, ist  für die Drittklässler ein ungewohntes Hörerlebnis. Ihre Lehrerin Sevim Dasci lässt sie mit den "Telefonen" Botschaften von Schüler zu Schüler weitergeben. Mit dem erstaunlichen Ergebnis, dass die Kinder immer besser aufeinander hören.

Mit Pizza-Schachteln, gefüllt mit kleinen Gegenständen, simulieren die Grundschüler Meeresrauschen. Aus Pappröhren basteln sie gemeinsam mit Auszubildenden der Firma Sennheiser Trommeln.

Auf diese spielerische Weisen nähern sich die Schüler den Themen "Schall" und "Ohr", von denen Menschen bis auf die Ohrmuschel ohne Hilfsmittel nichts sehen können. Angelika Illg, pädagogische Leiterin des Deutschen Hörzentrums an der Medizinischen Hochschule Hannover, hat ein Modell des Ohres in Übergröße mitgebracht und erläutert den Jungen und Mädchen den Aufbau von Ohrmuschel, Mittel- und Innenohr.

Mit Hörproben vom Babyschrei bis zum Saxofonklang sensibilisiert sie die Kinder dafür, wann sie gut und wann weniger gut hören. Eine wichtige Botschaft von Illg: „Auch ein Ohr braucht Ruhephasen. Die Sinneszellen brauchen Zeit, um sich zu erholen", betonte die Medizinpädagogin.

Dass die Astrid-Lindgren-Grundschule den Aktionstag der Hörregion Hannover durchführt, ist kein Zufall. Sie sei Schwerpunktschule zum Thema „Hören“ bei der Inklusion in Burgdorf, sagt Rektor Heiko Blumenstein. Die Hälfte der Klassenräume seien daher akustisch saniert worden. Aus Sicht Illgs sollte es dabei allein nicht bleiben. „Es wäre schön, wenn die Schulen auch kleinere Klassen haben dürften und das entsprechende Personal.“ Davon profitierten nicht nur hörgeschädigte Kinder, sondern auch die anderen Schüler und die Lehrkräfte.

Das Hörzentrum der MHH und die Firma Sennheiser sind Teil der Hörregion Hannover, einem regionsweiten Netzwerk von Unternehmen, Einrichtungen und Initiativen rund um Schall, Klang und Akustik. Für die Region war es die vierte Veranstaltung dieser Art.

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Maja (von links) und Manja stellen der Lehrerin Sevim Dasci Fragen zum Aufbau des Ohres.

Quelle: Stefan Heinze

Von Stefan Heinze

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