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Asylbewerber bekommen warme Füße

Burgdorf Asylbewerber bekommen warme Füße

Mithilfe einer groß angelegten Spendenaktion unter der Federführung des Burgdorfer Mehrgenerationenhauses erhalten alle Flüchtlinge, die 2015 in der Stadt Aufnahme fanden, Winterschuhe. 265 Menschen profitieren von der Aktion.

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Susanne Höhlich berät Flüchtlinge bei der Auswahl des passenden Winterschuhwerks.

Quelle: Joachim Dege

Burgdorf. Zur Verfügung steht ein fünfstelliger Betrag. Jeder Asylbewerber bekommt dementsprechend wärmendes Schuhwerk im Wert von 40 Euro. Das Geld stammt von den Kirchengemeinden in der Stadt, zwei Vereinen sowie zahlreichen privaten Spendern. Das Mehrgenerationenhaus informierte die Flüchtlinge in den städtischen Unterkünften an der Friederikenstraße, am Ostlandring, in Alt-Ahrbeck und in Schillerslage.

Einzeln, in Gruppen und im Familienverband kamen dann am Mittwoch Asylbewerber aus sieben Nationen ins Schuhgeschäft Deichmann am Ostlandring. Dort empfing BMGH-Koordinatorin Ursula Wieker die Menschen. Camilla Hilzendeger und Susanne Höhlich, zwei freiwillige Helferinnen, berieten die Flüchtlinge bei der Auswahl der Schuhe. Deichmann hatte sein Verkaufspersonal für diesen Tag extra aufgestockt.

Das Bezahlen übernahm Wieker, die mit einer Liste der berechtigten Asylbewerber und einer EC-Karte für das BMGH-Konto bei Nancy Schäfer an der Kasse stand. „Wer heute nicht kommen kann, wie zum Beispiel zwei hochschwangere Frauen, bekommt einen Gutschein“, versprach sie.

Die Premiere im vergangenen Jahr war bereits ein Erfolg gewesen, weswegen das Mehrgenerationenhaus die Aktion dieses Jahr wiederholt. Damals hatte das BMGH den Schulterschluss mit der katholischen St.-Nikolaus-Kirchengemeinde und der evangelisch-lutherischen Martin-Luther-Kirchengemeinde gesucht. Inzwischen sind neben der katholischen und allen drei evangelischen Gemeinden in der Kernstadt und in Ehlershausen auch noch die Landeskirchliche Gemeinschaft, die Begegnungsstätte der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten, der SV Ramlingen-Ehlershausen und der Verein „Benefizz - kirchliches Engagement für Burgdorf und Umgebung“ beteiligt.

Die Gemeinden hatten in den Gottesdiensten für die Aktion gesammelt: „Wir haben bei zwei Kollekten um Spenden gebeten. Die Beträge, die zusammenkamen, waren jeweils hoch“, sagte Pastor Paul von der St.-Paulus-Gemeinde in der Südstadt. Paul wies wie Dagobert Strecker vom Trägerverein des BMGH darauf hin, dass weitere Spenden willkommen seien.

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