Volltextsuche über das Angebot:

1 ° / -6 ° wolkig

Navigation:
Atmosphäre statt Kommerz

Burgdorf Atmosphäre statt Kommerz

„Das war richtig schön“ - so lautete das Fazit vieler Besucher. Sie fügten meist hinzu, dass es ja Weihnachtsmärkte landauf und landab gebe. Doch der eintägige auf der Burgdorfer Wiesn habe das Zeug dazu, bereits 2016 als absoluter Geheimtipp in der Region gehandelt zu werden.

Voriger Artikel
40 Männer schieben den Lagerkoller
Nächster Artikel
Konzept für den Wohnungsbau

Das Konzept des Weihnachtsmarkts trifft auf viel Interesse.

Quelle: Sandra köhler

Burgdorf. Denn im Gegensatz zu manch anderem Veranstalter hatte Initiator Joachim Kuschel den Schwerpunkt nicht auf kommerzielle Ess- und Getränkebuden gelegt, sondern auf eine Mischung aus Kunstgewerbe und Flohmarkt. So gab es bunten Perlenschmuck, winterliche Holzdekorationen, handgemachte Seifen zu erstehen und Weingläser in Birkenstämmen als Teelichthalter zu erwerben.

„Alles ist selbstgemacht“: Neben Marmeladen lieferte Marianne Görlitz mit selbst gestrickten Socken, gehäkelten Topflappen und umhäkelten Christbaumanhängern aus Korken den Beweis ihrer handwerklichen Fähigkeiten. „Das ist klasse. Sonst hat Schwiegermutter uns immer bestrickt. Aber die ist gestorben, jetzt muss ich kaufen“, zeigte sich eine Besucherin hingerissen.

Kuschels Schwager Bernward Friede und dessen Tochter Janine-Isabell Hegel boten den Besuchern frisch gebrannte Mandeln zum Probieren an. Der Burgdorfer Weihnachtsmann Fritz Röttger nahm in einer Weihnachtsstube platz, beschenkte Kinder und ließ sich gern fotografieren. „Wir waren ganz erstaunt, wie schön das hier ist“, sagte Gisela Werner, die mit ihrer Tochter Angela Zimmer unterwegs war. „Das ist so stimmungsvoll und gefällt mit viel besser als der Markt, der gerade auf dem Spittaplatz ist“, schwärmte Zimmer: „Selbst der Pankratius-Weihnachtsmarkt kann nicht mithalten.“ Auch Tierärztin Liliane Bortfeldt war begeistert: „Das ist voll schön, nicht so kommerziell, eher fast ein wenig alternativ. Ich liebe diesen rauen Charme.“

Veranstalter Kuschel war zufrieden mit dem Andrang von Anfang an. Um den Burgdorfern auch weiterhin etwas zu bieten, entwickelt er bereits neue Ideen - wie das auf skandinavischen Traditionen beruhende Biikefest mit Feuer und „eventuell einer Tannenbaumverbrennung“ im Februar.

Von Sandra Köhler

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Nachrichten
doc6smnff6iji01cgvykerm
Kinder erwarten sehnsüchtig den Nikolaus

Fotostrecke Burgdorf: Kinder erwarten sehnsüchtig den Nikolaus