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Müllberg verschluckt entsorgten Goldschmuck

Burgdorf Müllberg verschluckt entsorgten Goldschmuck

Der Entsorgungsbetrieb Aha hat am Montag nichts unversucht gelassen, um einem 68 Jahre alten Burgdorfer aus der Patsche zu helfen. Der Mann hatte am Wochenende den Schmuck seiner Frau versehentlich auf dem Wertstoffhof entsorgt. Alles Wühlen im Müll half nichts: Die Geschmeide im Wert von 3000 Euro sind unauffindbar.

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Der auf der Aha-Mülldeponie in Burgdorf versehentlich entsorgte Goldschmuck ist unauffindbar.

Quelle: Joachim Dege

Burgdorf. Rainer Person, Leiter der Aha-Deponie an der Steinwedeler Straße, tat der Unglücksrabe leid. Bereits am Sonntagvormittag war er nach einem Anruf der Polizei von seiner Wohnung in der Südstadt zur Deponie geeilt, um zu schauen, ob noch was zu retten wäre. Zwei Stunden lang durchsuchte er mit dem 68-Jährigen den 350 Kubikmeter hohen Sperr- und Restmüllberg in der zwei Fußballfelder großen Ablagehalle – ohne Erfolg.

Für Person – er leitet die Deponie seit 1984 und hat noch 305 Tage bis zur Rente – ist die erfolglose Suche keine Überraschung. Gleiche sie doch der nach der berühmten Nadel im Heuhaufen.

Am Sonnabend herrschte Hochbetrieb auf dem Wertstoffhof. Als der Rentner seinen Sperrmüll dort in einem geöffneten blauen Sack in den Sperrmüllcontainer warf, gab es laut Person rund 900 weitere Anlieferungen. Dabei seien sechs Container zusammengekommen, deren Inhalt mit dem aus weiteren fünf Containern von anderen Wertstoffhöfen zu einem riesigen Berg abgekippt und mit dem Radlader zusammengeschoben worden sei. „Die Chance, darin etwas zu wiederfinden, ist gleich null.“

Am Montagvormittag unternahmen Person und der 68-Jährige einen weiteren Versuch, die kleine Frischhaltedose, in der der Schmuck verwahrt war, doch noch zu finden. Person ließ den Müllberg absperren, wo der Lastwagenfahrer den Container seiner Erinnerung nach abgekippt hatte. Allein, der Schmuck blieb unauffindbar.

„Wir haben unser Bestes gegeben“, sagte Aha-Sprecherin Anke Voigt mit Bedauern. Und auch Person fühlte mit dem Mann, dem das Missgeschick nur unterlaufen sei, weil er nicht gewusst habe, wo seine Frau ihren Schmuck versteckt hatte. Der 68-Jährige hatte Person ganz niedergeschmettert geschildert, dass der Schmuck über all die vielen Ehejahre zusammengekommen sei und für ihn und seine Frau vor allem einen großen Erinnerungswert besessen habe.

Von ähnlich gelagerten Fällen wussten sowohl Aha-Specherin Voigt wie Polizeisprecher Rainer Ziemba zu berichten. Ziemba erinnerte sich an einen Mann aus Sorgensen, der vor Jahren Geldscheine mit dem Altpapier in einen Container geworfen hatte. Die Polizei habe den Container geöffnet. Der Mann habe sein Geld zurückbekommen.

Voigt berichtete von einem Kunden, der 100 000 D-Mark in einem Staubsaugerbeutel versteckte, der dann im Restmüll landete. Damals habe Aha den Fahrer des Müllfahrzeugs angerufen, die Fuhre gestoppt und anschließend immerhin den größten Teil des Geldes finden und zurückgeben können.

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