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Stadt baut Mobilheime für Flüchtlinge

Burgdorf Stadt baut Mobilheime für Flüchtlinge

In Burgdorf sind momentan 501 Flüchtlinge untergebracht. Weitere 130 Menschen erwartet die Verwaltung bis zum Juli dieses Jahres. Rund 80 von ihnen sollen in die Sammelunterkunft auf dem Sorgenser Dreieck einziehen, wo gerade die Bauarbeiten für eine Mobilheimsiedlung beginnen.

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Die Bauarbeiten haben begonnen: Die Stadt lässt auf dem Sorgenser Dreieck gegenüber der Kleingartenkolonie Am Hungerkamp Mobilheime  für rund 80 Flüchtlinge aufstellen.

Quelle: Anette Wulf-Dettmer

Burgdorf. Bislang war die Stadt davon ausgegangen, dass ihr die 130 Menschen bis Ende April zugewiesen werden. Doch weil derzeit weit weniger Flüchtlinge Deutschland erreichen, wurde diese Zuweisungsquote gestreckt. Sie muss jetzt erst bis zum Juli 2016 erfüllt werden.

„Wir haben dadurch ein bisschen Zeit gewonnen“, sagte Bürgermeister Alfred Baxmann im Ausschuss für Soziales und Integration am Donnerstagabend. Um Entwarnung zu geben, sei es noch zu früh. „Aber wir können die gewonnene Zeit für den Einstieg in multifunktionale Projekte nutzen.“

Unter multifunktionalen Projekten versteht die Stadt den Bau von Mehrfamilienhäusern, in die dann zeit- oder teilweise Flüchtlinge einziehen. Werden die Wohnungen dafür nicht genötigt, sollen sie als günstiger Wohnraum für alle Bürger angeboten werden. „Es gibt viele Rentnerinnen, die mit weniger als 1000 Euro im Monat ausgekommen müssen. Denen müssen wir deutlich machen: Wir lassen Euch nicht allein“, sagte Baxmann. „Wenn wir die gesellschaftliche Teilhabe für alle wollen, müssen wir zweigleisig fahren.“

Zwei solcher Projekte sind im Baugebiet Heidenelke südlich der Gerickestraße in der Südstadt und auf einem Grundstück an der Straße Drei Eichen geplant. An letzterer soll keine Containersiedlung – wie zunächst angedacht –, sondern laut Stadtrat Michael Kugel ein dauerhaftes Wohngebäude entstehen. „Eine Anliegerversammlung ist für Dienstag, 22. März, geplant“, kündigte er an.

Derweil haben die Bauarbeiten für eine Sammelunterkunft am nordöstlichen Stadtrand begonnen. Auf dem sogenannten Sorgenser Dreieck gegenüber der Kleingartenkolonie Auf dem Hungerkamp verlegt eine Burgdorfer Firma gerade die Versorgungsleitungen für die Mobilheime, die dort in Kürze aufgestellt werden. Sie sollen laut Kugel dänischen Ferienhäuschen ähnlich sein. Bis zu 82 Flüchtlinge will die Stadt dort unterbringen.

Bleiben noch 50 Asylsuchende, für die Burgdorf bis Juli eine Unterkunft finden muss. „Wir hoffen, dass wir weitere private Wohnungen dafür finden“, sagt Kugel.

Derzeit hat die Stadt 48 Wohnungen, 25 davon am Ostlandring, angemietet. In ihnen wohnen – Stand Donnerstag – 218 Flüchtlinge. Weitere 17 sind in drei städtischen Wohnungen untergebracht. In Gemeinschaftsunterkünften hat die Stadt laut Sozialabteilungsleiter Thomas Borrmann 190 Personen einquartiert: 74 in den Schlichthäusern an der Friederikenstraße, 72 in der dortigen Containersiedlung, 20 in den Obdachlosenhäusern Drei Eichen und 24 im Sporting-Hotel. Hinzu kommt die Notunterkunft in der Schillerslager Mehrzweckhalle, wo momentan 36 Menschen versorgt werden. Weitere 40 Asylsuchende haben sich selbst Wohnraum beschafft oder leben bei Verwandten.

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Von Redakteur Anette Wulf-Dettmer

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