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Der Juli ist Beeren- und Kirschenzeit

Burgdorf Der Juli ist Beeren- und Kirschenzeit

Wer im Juli den Wochenmarkt auf dem Schützenplatz besucht, dem gehen die Augen über angesichts der Fülle an leuchtenden Früchten. Die Burgdorfer wissen diese Auswahl zu schätzen. Hunderte sind am Sonnabend auf dem Markt einkaufen gewesen.

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Die Stände biegen sich unter der Last der frischen Früchten.

Quelle: Anette Wulf-Dettmer

Burgdorf. Auf den Verkaufstischen türmen sich pralle rote Kirschen neben Schalen voll saftiger roter Himbeeren, blauer Heidelbeeren, grün-roter Stachelbeeren, Johannisbeeren in Rot und Schwarz sowie Erdbeeren. „Es ist alles ganz frisch und schmeckt super“, begründet die Burgdorferin Ute Behder, warum sie dort regelmäßig einkauft.

Behder gefällt vor allem, dass an den Obst- und Gemüseständen fast nur regionale oder auf den Feldern und Plantagen der Marktbeschicker gereifte Produkte angeboten werden. „Ich bin heilfroh, dass wir den Markt haben“, sagt Pfarrer Martin Karras, der mit seinem "Papamobil" gekommen ist. Er habe bei seinen Einkaufstouren feste Anlaufpunkte, den Blumenhändler, „wo ich privat oder für die Kirche Blumen kaufen, meinen Gemüsehändler und den griechischen Türke“, berichtet Karras.

25 Händler bieten ihre Waren an Auch Stände von Hobbykünstlern oder Korbbindern, die auf den ersten Blick fehl am Platz scheinen, haben nach Karras' Ansicht durchaus ihre Berechtigung. „Das belebt den Markt.“ Im Schnitt 25 Markthändler finden inzwischen sonnabends wieder den Weg auf den Burgdorfer Wochenmarkt. Das ist vor allem dem Einsatz von Marktleiter Rudolf Roll zu verdanken. Bevor er und sein Kollege Jürgen Boettcher die Leitung der Wochenmärkte am Sonnabend und Mittwoch übernommen haben, war der Markt im Laufe der Jahre immer kleiner geworden.

Bei der Suche nach neuen Anbietern gilt für Roll eine Maxime: „Es müssen Händler sein, die gute Ware haben.“ Wichtig sei zudem, dass sie verlässlich sind und regelmäßig zum Markt kommen, das sei wichtig, um sich einen Kundenstamm aufzubauen. Er habe allerdings auch beobachtet, dass es heutzutage nicht mehr reiche, seinen Stand aufzustellen und auf die Kunden zu warten. „Deshalb sind Aktionen so wichtig“, sagt Roll, der bereits den nächsten Einkaufstag ohne Plastiktüten vorbereitet.

In Sachen Aktion ist auch Burgdorfs Weihnachtsmann auf dem Markt unterwegs. Er verkauft Wettscheine fürs Entenrennen Mitte September auf der Aue. Trotz seines Sommer-Outfits bleibt der Weihnachtsmann nicht inkognito. „Die Kinder haben mich erkannt“, sagt Fritz Röttger schmunzelnd.

Marktbesuch inklusive Rezept „Ich liebe den Markt und komme regelmäßig“, erzählt Elfi Kallina, Mitarbeiterin der Stadt. Am Sonnabend hat sie sich schwarze Johannisbeeren besorgt – für selbstgemachten Likör. Das Rezept? Kandis, schwarze Johannisbeeren und Vanilleschote mit Korn übergießen, bis alles bedeckt ist, mehrere Wochen stehen lassen, lautet ihre Kurzbeschreibung. „Zwischendurch immer wieder probieren, bis es richtig schmeckt“, erklärt Kallina. Zum Schluss wird der fertige Likör durch einen Filter gegossen.

Ein Rezept hat auch Sabine Stolzenberg parat, die am Gemüsestand ihrer Schwester Christine Hasenclever hilft. Dort fallen die knackigen grünen Bohnen sofort ins Auge. Ihr Tipp: Bohnenauflauf. Bohnen bissfest kochen, dann mit gekochtem Schinken in eine Form schichten und mit einer Mehlschwitze aus Milch, Pfeffer, Salz, Muskatnuss, zwei Eiern und geriebenem Käse übergießen. „Dann alles bei etwa 190 Grad für 20 Minuten in den Ofen. Das schmeckt fantastisch“, sagt Stolzenberg.

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