Volltextsuche über das Angebot:

10 ° / 6 ° Sprühregen

Navigation:
Aufklären und Ängste mildern bei Prostatakrebs

Burgdorf Aufklären und Ängste mildern bei Prostatakrebs

Seit zehn Jahren gibt es sie: Die Prostatakrebs-Selbsthilfegruppe Burgdorf. Auch wenn sich viele dem Thema immer noch mit Vorbehalten näherten, sieht Gruppengründer Jürgen Mindermann eine positive Tendenz.

Voriger Artikel
Seelsorge gibt es auch im Netz
Nächster Artikel
Bad öffnet am Wochenende später

Sofort an den T-Shirts zu erkennen: Jürgen Mindermann (links) und Eckerhard Warmbold vertreten die Prostatakrebs-Selbsthilfegruppe Burgdorf nicht nur in ihrer Heimatstadt.

Quelle: Köhler

Burgdorf. „Die Resonanz ist da. Zu unseren Gruppentreffen kommen regelmäßig 25 bis 35 Personen. Vorsorge wird immer besser angenommen.“ Trotzdem sei es nicht einfach, die Zielgruppe zu erreichen. Zumindest nicht in der heimischen Kleinstadt: „Wir sind auch beim Gesundheitstag des Landeskriminalamtes und bei der Infa am Stand der niedersächsischen Krebshilfe vertreten. Dort kennt keiner die Besucher, und sie kommen offener auf uns zu, sagt Mindermann: „Das ist beim Burgdorfer Selbsthilfetag ganz anders.“

Informieren über Früherkennung, Behandlungsmöglichkeiten und Nebenwirkungen, beraten sowie Erfahrungsaustausch anbieten, Ängste abbauen: Das sind von Beginn an Anliegen der Gruppe gewesen, die Kooperationen mit den Tumorzentren Friederikenstift und Prostatakarzinomzentrum Großburgwedel pflegt und in den Treffen regelmäßig namhafte Referenten begrüßt.

Momente, wie das „Outen“ eines Arbeitskollegen, an dieser für Männer häufigsten Krebsform erkrankt zu sein, führten am ehesten dazu, dass sich Männer der Vorsorgeuntersuchung beim Urologen unterzögen, hat Eckhard Warmbold beobachtet.

Nicht zu unterschätzen sei auch die Rolle der Frauen, die sich auf der Suche nach Informationen für Partner oder Familienangehörige an die Selbsthilfegruppe wenden, sagt Mindermann: „Sie sind ebenso betroffen, auch wenn sie nicht erkrankt sind.“ Vor allem die Angst vor Inkontinenz und Impotenz mache ihnen das Leben mit schwer. Deshalb lädt er sie zu den Erstgesprächen mit ein: „Meine Frau ist dann auch dabei.“

Treffen sind an jedem dritten Mittwoch im Monat

Die Prostatakrebs-Selbsthilfegruppe trifft sich – außer in den Sommerferien und im Dezember – an jedem dritten Mittwoch im Monat um 18.30 Uhr im Erdgeschoss des Nebengebäudes des Gymnasiums am Berliner Ring. Das nächste Treffen am 21. Oktober steht unter dem Thema „Tätigkeitsfeld eines Pathologen“. Referent ist Professor Dr. Ludwig Wilkens, der Chefarzt der Pathologie am Klinikum Hannover. Mehr Informationen zur Gruppe gibt es im Internet auf prostatakrebs-burgdorf.de. Wer ein persönliches Gespräch mit Jürgen Mindermann vereinbaren möchte, erreicht ihn unter der Telefonnummer (05136) 7305. ks

von Sandra Köhler

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Nachrichten
doc6spbwii5es91l9mp4k4p
Rat peilt die schwarze Null an

Fotostrecke Burgdorf: Rat peilt die schwarze Null an