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Sanierung der L 311 steht auf der Kippe

Burgdorf Sanierung der L 311 steht auf der Kippe

Die Sorgenser und Dachtmisser müssen vielleicht ein weiteres Jahr mit ihren maroden Ortsdurchfahrten leben. Der bereits auf 2017 verschobene Ausbau könnte wegen Geldmangels erneut verschoben werden. Damit das nicht passiert, bittet Ortsvorsteher Dirk Schwerdtfeger die FDP-Landtagsfraktion um Hilfe.

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Loch an Loch: Der Fahrbahnrand der Landesstraße 311 in Sorgensen ist kaputt gefahren. Die Ortsdurchfahrt Sorgensens ist seit Jahren kaputt gefahren. Immer wieder werden die Schlaglöcher notdürftig geschlossen, sodass ein Buckelpiste entstanden ist, auf der für alle Fahrzeuge Tempo 30 gilt.s

Quelle: Anette Wulf-Dettmer

Dachtmissen/Sorgensen. Eine weitere Verschiebung sei aus Sicht des FDP-Ortsvereins Burgdorf/Uetze nicht hinnehmbar, schreibt Sorgensens Ortsvorsteher Schwerdtfeger (FDP) in seiner Mail an die FDP-Fraktion im Landtag, die der Redaktion vorliegt. "Die Landesstraße 311 befindet sich in einem sehr schlechten Zustand. Die unprofessionelle Flickerei der Straße hat über viele Jahre schon Unmengen an Geld verschlungen, das darf nicht weiter fortgeführt werden", heißt es dort.

Konkret bittet er seine Parteifreunde im Landtag, eine Anfrage an den Leiter der Straßenbaufinanzierung der Niedersächsischen Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr (NLStV) zu stellen, um Aufklärung zu erhalten, an welcher Stelle die Sanierung der L311 auf der Prioritätenliste konkret steht.

Friedhelm Fischer, Leiter des Geschäftsbereichs Hannover der NLStV, hatte in der vergangenen Woche nur erklärt, dass der Ausbau der Ortsdurchfahrten unter den ersten fünf Projekten auf der Liste stehe.

Der Grund für die möglicherweise erneute Verschiebung: Der NLStV-Geschäftsbereich Hannover ist knapp bei Kasse. Laut Fischer hat die Behörde am vergangenen Freitag Kassensturz gemacht, um zu schauen, welche der für 2017 vorgesehenen Projekte im laufenden Jahr tatsächlich begonnen werden können.

Mit rund 100 Millionen Euro steht laut Fischer zwar mehr Geld für den Straßenbau in Niedersachsen zur Verfügung als noch vor zehn Jahren. „Aber einige große Baumaßnahmen, wie der Ersatz maroder Brücken, fressen sehr viel Geld – mehr als kalkuliert.“ Das sei wie bei der Sanierung eines alten Gebäudes: „Man ist vor Überraschungen nicht sicher.“ Dadurch würden Projekte nicht nur teurer, sondern auch langwieriger. „Wir haben noch Vorbelastungen aus 2016“, erklärte Fischer.
Zu diesen Bauarbeiten, die noch nicht abgeschlossen werden konnten, gehören beispielsweise eine Landesstraße in der Wedemark und mehrere Baustellen im Kreis Hildesheim. „Es sieht deshalb nicht so aus, als ob wir viele neue Maßnahmen in Angriff nehmen können“, bedauerte Fischer. Denn die zuständigen Straßenmeistereien müssten auch ausreichend Arbeitskapazität haben. Ob die L 311 noch 2017 grundsaniert wird, werde in drei Wochen klar sein, sagte Fischer.

Sorgensens Ortsvorsteher Dirk Schwerdtfeger zeigte sich in einer ersten Stellungnahme enttäuscht über die Hängepartie. Denn seit sechs Jahren fordern er und sein Dachtmisser Amtskollege Jörg Neitzel die Grundsanierung der viel befahrenen Pendlerstrecke. Seit dem Bau der Umgehungsstraße hat sich der Verkehr auf der L 311 von Hänigsen über Dachtmissen und Sorgensen zur B 188 verdreifacht. Die Folge: Die Ortsdurchfahrten sind kaputt gefahren und werden immer wieder notdürftig repariert.

2016 sollte es dann endlich angehen mit der Sanierung. Doch im Januar desselben Jahres erklärte Fischer dann: „Eine Sanierung der Ortsdurchfahrt wird es definitiv 2016 nicht geben.“ Mit der Stadt Burgdorf hatte man sich darauf verständigt, dass 2016 erst alle Vorarbeiten wie die Erneuerung der Kanalisation und der Gehwege, deren Kosten die Stadt trägt, erledigt werden. Passiert ist nichts.

Vonseiten der Stadt könnte es jederzeit losgehen mit der Sanierung in Dachtmissen und Sorgensen: „Wir haben alle Vorbereitungen getroffen, auch das Geld steht bereit“, sagte Bürgermeister Alfred Baxmann auf Anfrage der Redaktion.

Laut Schwertfeger ist inzwischen auch der CDU-Landtagsabgeordnete Hans-Joachim Deneke-Jöhrens informiert worden.

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Von Redakteur Anette Wulf-Dettmer

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