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Gutachter sehen Kreisel weiterhin kritisch

Burgdorf Gutachter sehen Kreisel weiterhin kritisch

"Ein Kreisverkehr kann nicht empfohlen werden": So lautet das Fazit, das Gutachter Lothar Zacharias für den Kreuzungsbereich Immenser Landstraße/Ostlandring/Berliner Ring zieht. Seine Einschätzung deckt sich mit den Aussagen, die Gutachter bereits zuvor getroffen haben.

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Auch der zweite Gutachter empfiehlt keinen Kreisel für die Kreuzung Berliner Ring/Immenser Straße/Ostlandring.

Quelle: Bismark

Burgdorf. Zu den wenigen Punkten, bei denen Anwohner, Politiker, Gutachter und die Verwaltung uneingeschränkt übereinstimmen, gehört die Erkenntnis, dass die Kreuzung schon jetzt überlastet ist. Wenn nach den Sommerferien die Zahl der BBS-Schüler um 600 wachse - vorzugsweise um Jugendliche aus dem Kfz-Bereich - dann seien weitere Staus vorherzusehen, sagte eine Burgdorferin, die dort wohnt. "Sie wollen alle ihre Autos ausprobieren, dann geht dort nichts mehr", sagte die Anwohnerin.

Gleichwohl: Eine schnelle Lösung zeichnet sich nicht ab, wie eine Diskussion im jüngsten Verkehrsausschuss zeigte. Denn aus Sicht von Verwaltung und Gutachter gibt es zu viele Variablen, die derzeit noch offen sind. Dazu gehört nach Aussage Zacharias' neben der Planung für die künftige Gudrun-Pausewang-Grundschule auch die politische Entscheidung über den möglichen Discounter für die Südstadt und die Ausweisung zusätzlicher Bauflächen. "Jede dieser Entwicklungen beeinflusst die Verkehrsströme, die sich damit ändern", betonte der Fachmann. Auch Rainer Herbst, Chef der Tiefbauabteilung, mahnte, Burgdorf brauchen ein Konzept für die Südstadt, das über "den kleinteiligen Bereich" hinausgeht. "Wir brauchen mehr Planungssicherheit, dann können wir Ideen entwickeln, wie wir den Verkehr in Zukunft lenken", sagte Herbst.

Gegen den von den Kommunalpolitikern favorisierten Kreisel spricht nach Einschätzung des Gutachters, dass die Schüler künftig den nördlichen Arm des Kreisels über den Zebrastreifen queren. Ihre Zahl erhöhe sich mit dem BBS-Zuwachs oder neuen Baugebieten. Die schlichte Formel laute deshalb: "Mehr Schüler, mehr Stopps der Autos, mehr Stau in den Spitzenzeiten", sagte Zacharias. Er empfahl deshalb Linksabbiegespuren am Ostlandring und am Berliner Ring und eine Ampel, mit der die Stadt auch schnell auf Veränderungen reagieren könne.

Deshalb folgten die Politiker dem Vorschlag des Ausschussvorsitzenden Barthold Plaß, eine Entscheidung zu vertagen. Aber: Für den Haushalt 2018 wollen sie nun Geld für die Planung einstellen. Ob die Idee von Volkhard Kaever (WGS) einfließt, ist offen. Er plädierte für eine Anbindung des Schulzentrums an die Steinwedeler Straße. "Da erwartet uns wegen des Planfeststellungsverfahrens ein langes Zeitfenster", sagte Herbst.

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