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Am Anfang war die Draisine

Burgdorf Am Anfang war die Draisine

Das Fahrrad feiert Geburtstag. 200 Jahre wird das von Karl Drais von Sauerbronn ursprünglich als Laufrad konzipierte Fortbewegungsmittel in diesem Jahr. Grund genug für eine Schau im Stadtmuseum Burgdorf: „200 Jahre 2-Rad – von der Laufmaschine zum Velomobil“ ist dort vom 8. April bis 5. Juni zu sehen.

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Stolz posieren die Fahrradfahrer mit ihren Zweirädern für den Fotografen.

Quelle: Privat

Burgdorf. Eröffnet wird die Ausstellung, die der Verkehrs- und Verschönerungsverein Burgdorf, der Förderverein Stadtmuseum sowie die Stadt Burgdorf im Rahmen der Radfahrgalerie auflegen, am Donnerstag, 6. April, um 18 Uhr im Erdgeschoss des Museums an der Schmiedestraße. Zusammengestellt haben die Ausstellung Gerhard Rickert und Walter Euhus. Letzterer führt nach der Einführungsrede von Eckhard Paga, dem Filialdirektor der Hannoverschen Volksbank, durch die Ausstellung. Im Zentrum stehen repräsentative Fahrradkonstruktionen, die die wichtigsten Entwicklungsstufen in der Geschichte des Zweirades nachzeichnen. Besonderes Augenmerk liegt zudem auf der 1829 beginnenden Geschichte des Radsports und der Entwicklung des organisierten Fahrradfahrens in Burgdorf. An dessen Anfang stand die Gründung des „Radfahrer- Clubs Burgdorf“ am 15. Juli 1887.

Die Geschichte des Fahrrads begann 1817 mit der Draisine, einem von Karl Drais von Sauerbronn entwickelten, lenkbaren Laufrad. Zur Premiere machte sich der Konstrukteur des neuen Vehikels damit auf den Weg von Mannheim bis zum Schwetzinger Relaishaus und zurück. Eine Geschwindigkeit von immerhin 13 Kilometern in der Stunde erreichte er damit. Wirklich durchsetzen konnte sich seine zunächst begeistert aufgenommene „Fahrmaschine ohne Pferd“ jedoch nicht, sodass der Erfinder am 10. Dezember 1851 in großer Armut starb.

1861 stellten die französischen Wagenbauern Pierre und Ernest Michaux das Tretkurbelvelociped vor. James Starley und William Hillmann entwickelten ein ab 1871 unter dem Namen „Ariel“ (Luftgeist) verkauftes Hochrad mit Vollgummireifen, Speichen aus Stahldraht und einer neuen Bremse.

Als Geburtsstunde des modernen Fahrrades gilt aber das Jahr 1888: John Kemp Starley und William Sutton stellten ein Rad mit mittelgroßen Laufrädern, Ketten-Pedalantrieb und verbesserter Lenkung vor. Und der schottische Tierarzt Dr. John Dunlop erfand 1887 schließlich die Luftbereifung.

Eine Sonderentwicklung sind die Velomobile, nach aerodynamischen Prinzipien stromlinienförmig konstruierte, teilweise verkleidete Liegeräder. Die ersten Exemplare gab es in den Zwanzigerjahren. Sie kamen hauptsächlich in Rennen zum Einsatz und führen als Fortbewegungsmittel bis heute eher ein Randdasein.

 Die Ausstellung ist sonnabends und sonntags von 14 bis 17 Uhr geöffnet. Der Eintritt ist frei. Gruppen und Vereine, die eine Führung innerhalb der Woche vereinbaren möchten, können VVV-Geschäftsführer Gerhard Bleich unter Telefon (0 51 36) 1862 erreichen.

Von Sandra Köhler

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