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Anlieger: Lärmpegel enorm gestiegen

Burgdorf Anlieger: Lärmpegel enorm gestiegen

Horst Dehnhard ist Anwohner der Ramlinger Straße und mächtig genervt. Seitdem die Region Hannover dort Radschutzstreifen angelegt hat, sei der Lärmpegel enorm gestiegen. Schuld daran sind seiner Meinung nach die Piktogramme auf den Schutzstreifen, auf denen die Autos regelmäßig fahren.

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Die Piktogramme auf dem Radschutzstreifen an der Ramlinger Straße sind bis zu sieben Milimeter hoch. Das rumpelt ordentlich, wenn ein Fahrzeug dadrüber fährt.

Quelle: Sandra Köhler

Ehlershausen. "Bei offener Balkontür sitzen - das geht gar nicht", sagt Dehnhard. Denn die Abrollgeräusche, die die Räder beim Überfahren der bis zu 1 mal 1,20 Meter großen Doppelpiktogramme in den Einmündungsbereichen der Querstraßen erzeugten, seien nicht zu ertragen. "Da rumpeln die Autos rüber. Und sechs Meter weiter ist gleich das nächste."

Im Gegensatz zu früheren Fahrbahnmarkierungen, die mit Farbe plan aufgebracht wurden, sind die Piktogramme wie auch die Bodenmarkierungen, die das Parken an Bushaltestellen verbieten, erhaben. Und zwar ungleichmäßig. Fünf bis sieben Milimeter hat Dehnhard gemessen.

Zusammen mit dem seiner Wahrnehmung nach vermehrten Verkehrsaufkommen auf der Ortsdurchfahrt ein unhaltbarer Zustand für alle Anwohner. Das hat er auch bereits im Verkehrsausschuss der Region vorgetragen. Man wolle sich die Situation vor Ort noch einmal anschauen, war ihm versprochen worden.

Das sei auch geschehen, sagte Regionssprecherin Christina Kreutz auf Anfrage des Anzeigers. Weil die Straße dort verhältnismäßig breit sei, sei auch der Radschutzstreifen entsprechend breiter als etwa in Otze und Schillerslage. Weil die Piktogramme an die Breite des Schutzstreifens angepasst werden müssen, seien diese ebenfalls größer.

Diese seien im sogenannten Kaltspritzverfahren aufgebracht worden, da sie wesentlich haltbarer und damit kosteneffizienter seien als herkömmliche Markierungen. "Mit der Zeit fährt sich das aber auch ein wenig ab und dann wird das Geräusch beim Überfahren leiser", sagt Kreutz.

Sie weist ausdrücklich darauf hin, dass Radfahrschutzstreifen laut Straßenverkehrsordnung nur überfahren werden dürfen, wenn Autofahrer einem Bus oder Lastwagen begegnen. "Wir haben das ausgemessen. Zwei Autos passen aneinander vorbei, ohne dass der Schutzstreifen befahren werden muss." Weil viele Autofahrer wohl einfach nicht wüssten, dass sie den Schutzstreifen nicht befahren dürfen, wolle die Region sowohl an der Ramlinger Straße als auch in Otze und Schillerslage für eine gewisse Zeit Anzeigetafeln, sogenannte Dynamic Route Information Panels, anbringen, die genau darauf hinweisen.

Zum von Dehnhard vorgebrachten erhöhten Verkehrsaufkommen auf der Ramlinger Straße habe die Region in der Tat kürzlich Messungen vorgenommen. "Die müssen aber noch ausgewertet werden", sagt Kreutz. 

Von Sandra Köhler

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