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Autor erzählt vom Leben in der DDR

Burgdorf Autor erzählt vom Leben in der DDR

Vor 27 Jahren fiel die Mauer - und die BBS-Schüler, die sich jetzt auf ihr Abitur vorbereiten, waren noch nicht geboren. Gleichwohl müssen sie ein Buch bearbeiten, das sich mit Anpassung und Aufbegehren in den 1950-er Jahren in der DDR befasst. Dazu führten sie ein Gespräch mit einem Zeitzeugen.

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DR, Mauerfall, Staatssicherheit – in einem unterhaltsamen Vortrag berichtet Renatus Deckert den Abiturienten vom (Er)Leben in der DDR.

Quelle: privat

Burgdorf. Zum Zeitpunkt des Mauerfalls war Deckert zwölf Jahre alt - die Geschichte kennt er also zum Teil noch aus dem eigenen Erleben oder aus Gesprächen. Unterhaltsam, informativ und sehr persönlich berichtete er den Abiturienten vom sozialistischen System. So spannte er einen Bogen von paramilitärischen Instruktionen in der Kita, Schulerfahrungen über Wartezeiten für Trabis bis hin zu staatlich zugeteilten „Ferienplätzen“.

Familie, Beruf, Politik, Wahlen, Konsum, Träume – kaum ein Thema blieb unberührt. "Ich hätte nie gedacht, dass es zum Beispiel so schwierig war, von Ost nach West zu kommunizieren, dass selbst das Telefonieren so kompliziert war“, sagte Abiturient Jannis Kiel. Und Inka Tulowitzki ergänzte, dass man so vieles nicht gewusst habe und sich auch gar nicht vorstellen könne, dass es tatsächlich so war. Auf jede Frage fand Deckert eine Antwort, die die Abiturienten berührte. Auf die Abschlussfrage von Johanna Burkart, was denn das Wichtigste sei, was er ihnen als Zuhörer mitgeben könne, antwortete Deckert: „Gehen Sie wählen. Nutzen Sie dieses Recht. Es könnte ganz anders sein, es war schon oft anders!“

Deckert war eine Einladung vom Team Deutsch gefolgt. „Alle Abiturienten in Niedersachsen müssen für ihr Abitur eine Pflichtlektüre bearbeiten, in der es um Anpassung und Aufbegehren in den  fünfziger Jahren der DDR geht“, sagte Lehrerin Susanne Krüger, die den Vortrag organisiert hatte. Der Schlussapplaus zeigte, dass Deckert mit seiner Lesung alle erreicht hatte.

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