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Bahnsteige in Otze und Ehlershausen zu kurz

Burgdorf Bahnsteige in Otze und Ehlershausen zu kurz

Längst reichen die S-Bahnzüge zwischen Ehlershausen, Burgdorf, Otze und Hannover oder Celle in Spitzenzeiten nicht mehr aus. Doch eine schnelle Lösung gibt es nicht: Einen engeren Takt lässt die Infrastruktur nicht zu, mehr Wagen scheitern an zu kurzen Bahnsteigen.

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Der Bahnsteig in Otze ist ebenso zu kurz geraten wie der in Ehlershausen.

Quelle: Joachim Dege

Ehlershausen/Otze. Im vergangenen Jahr nutzten an jedem Werktag etwa 730 Reisende in Aligse, 1450 in Ehlershausen und 380 in Otze die S-Bahn Richtung Celle oder Hannover – Tendenz steigend. Einen dichteren Takt lässt die Infrastruktur der Bahn derzeit nicht zu, wie eine „eisenbahnbetriebliche Untersuchung“ ergeben hat. Die Bahn könnte deshalb mit drei statt zwei Wagen auf die wachsende Nachfrage reagieren. Doch auch dieser Vorschlag funktioniert nur bedingt: Die Bahnsteige in den drei Ortschaften sind schlicht zu kurz.


„Alle drei Bahnsteige müssen voraussichtlich um 50 Meter verlängert werden“, sagt Klaus Abelmann, Sprecher der Region Hannover. Seinen Angaben zufolge prüfen Planer derzeit, ob diese Arbeiten in Ehlershausen am jetzigen Bahnsteig erledigt werden können. „Nach erster Prüfung der örtlichen Zwangspunkte wie Bahnübergang, Weichen oder Signale könnte in Fahrtrichtung Nord der Bahn eines Außenbahnsteigs in neuer Lage notwendig werden“, erklärte der Regionssprecher. Seinen Angaben zufolge hat die Behörde mit der Deutschen Bahn einen Finanzierungsvertrag geschlossen, der die Planung für die Bahnsteigverlängerung umfasst.

Derzeit erarbeite die Bahn für die drei Stationen an der S-Bahnstrecke Hannover-Celle einen ersten Entwurf. Das gelte auch für die Haltepunkte Isernhagen und Burgwedel. Die Gesamtkosten lägen bei 120.000 Euro, die die Region trage. Sobald dieser Vorentwurf vorliege, würden die politischen Gremien der Region über das Geld für die zweite Stufe des Vertrags – die Entwurfs- und Genehmigungsplanung – erneut entscheiden. Dafür kalkuliert die Region mit Kosten von 238.000 Euro. Für alle fünf Bahnhöfe rechnet die Region nach Aussage Abelmanns mit rund drei Millionen Euro, die die Behörde komplett tragen müsse – sollten sich nicht Fördermöglichkeiten ergeben. „Die Prüfung ist noch nicht abgeschlossen“, sagte Abelmann, fügte jedoch hinzu, eine Fördermöglichkeit zur Beantragung von Landesmitteln sei bislang nicht erkennbar.

Frühestens zum Fahrplanwechsel im Dezember 2020, spätestens aber Mitte des Jahres 2022 sollen die längeren Züge rollen können. Parallel zur Planung der längeren Bahnsteige und damit der zusätzlichen Wagen an den S-Bahnen der Linie 6 laufe das europaweite Vergabeverfahren für die S-Bahn Hannover, sagte der Behördensprecher. Dieses werde betrieben von der Region Hannover, der Landesnahverkehrsgesellschaft und dem Nahverkehr Westfalen-Lippe. Der neue Betreiber zeichne dann ab Dezember 2021 für den S-Bahnverkehr verantwortlich.

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