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Weg frei für 75 neue Bauplätze in Kernstadt

Burgdorf Weg frei für 75 neue Bauplätze in Kernstadt

Am Bauboom in Burgdorf wollen auch die Ortsteile partizipieren. Die Forderungen, endlich neue Baugebiete auch in den Dörfern auszuweisen, sind in den vergangenen Monaten immer lauter geworden. Allerdings: Das nächste Baugebiet Burgdorfs entsteht im Südosten der Kernstadt.

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Auf diesem Acker, auf dem bis vor Kurzem noch Sonnenblumen blühten, wird ein Teil des neuen Baugebiets "An den Hecken" entstehen. Die Baumreihe wird nicht gefällt, sondern in das Neubaugebiet integriert. Die Bäume werden einmal mittendrin stehen.d

Quelle: Anette Wulf-Dettmer

Burgdorf. Der Bauausschuss des Rates hat am Dienstagabend der Satzung für den Bebauungsplan „An den Hecken“ zwischen Schwüblingser und Peiner Weg mehrheitlich zugestimmt. Vertagt wurde hingegen die Entscheidung über eine Prioritätenliste für die Ausweisung neuer Baugebiete in Ehlershausen, Otze und Schillerslage. Gleichzeitig spitzt sich der Wettstreit zwischen den Ortsräten, wer zuerst neues Bauland bekommt, zu.

Linke-Ratsherr Michael Fleischmann hatte den Antrag auf Vertagung gestellt, weil der Ortsrat Otze erst am Donnerstag, 24. November, über die Prioritätenliste berät. Zudem gibt es offenbar beim Kauf von Baulandflächen einen Rückschlag. Da brauche man mehr Informationen, so Fleischmann. Der neunköpfige Ausschuss folgte seinem Antrag mit sieben Jastimmen.

Allerdings zeichnete sich in der Beratung bereits ab, dass SPD, Grüne und Linke durchaus Ehlershausen den Vorzug geben wollen. Das entspricht auch dem Ergebnis der Bewertungsmatrix, die die Stadt erstellt hat. Oliver Sieke (CDU) verlangte, die Matrix mit einem Zeitstrahl zu hinterlegen, wie bereits vom Ortsrat Schillerslage gefordert. Sein Parteikollege Klaus Köneke verwies darauf, dass man in Otze gleich loslegen könnte, weil der Flächennutzungsplan rechtskräftig ist. „In Ehlershausen dürfte die Umsetzung länger dauern“, sagte der Ratsherr aus Beinhorn.

„In Otze gibt es aber keine Kita-Plätze mehr, und die Grundschule ist überfüllt“, gab Simone Heller (Grüne) zu bedenken. Die Waldschule in Ehlershausen hingegen sei bei Weitem nicht ausgelastet, sagte Birgit Meinig, SPD-Ratsfrau und Ortsbürgermeisterin von Ramlingen-Ehlershausen. „Wir wollen die Schule aber langfristig erhalten.“

Bauamtsleiter Andreas Fischer fordert die Politiker auf, ein Ranking für die Ortsteile vorzugeben und sich nicht auf einen zu fokussieren. Denn es könne bei der Entwicklung eines Baugebiets durchaus Verzögerungen geben, zum Beispiel, wenn es an der Verfügbarkeit der Grundstücke hapert. In diesem Fall könnte ein anderen Ort zum Zuge kommen.

Das Baugebiet „An den Hecken“ wird Platz für rund 75 Einfamilienhäuser und vier Mehrfamilienhäuser bieten. Letztere sollen als Ensemble im Nordosten der 8,3 Hektar großen Fläche errichtet werden können. Die Kita mit angeschlossenem Familienzentrum wird im südlichen Zipfel am Peiner Weg, direkt zum offenen Feld hin, gebaut. Träger wird die Paulus-Kirchengemeinde sein. Dieser Standort wurde gewählt, nachdem Anlieger des Peiner Wegs Einwände wegen der zu erwarteten Lärmbelastung durch den Betrieb im Familienzentrum erhoben hatte.

Der Vorschlag der Anlieger, keine Durchgangsstraße durch das Baugebiet anzulegen, hat die Verwaltung hingegen verworfen. „Wenn die Straße geteilt würde, sodass der Verkehr nördlich der Barriere nur über den Schwüblingser Weg und südlich nur über den Peiner Weg rein- und rausfließen könnte, befürchten wir für die Anlieger des Peiner Wegs eine höhere Belastung als ohne Teilung“, sagte Stadtplaner Jan-Hinrich Brinkmann.

Am 6. Dezember wird der Verwaltungsausschuss der Stadt zu dem Bebauungsplan sein Votum abgeben und am 8. Dezember der Rat. Stimmen beide zu, soll im Frühjahr mit der Erschließung des Baugebiets begonnen werden.

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Von Redakteur Anette Wulf-Dettmer

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