Volltextsuche über das Angebot:

4 ° / -4 ° wolkig

Navigation:
Wohnen zwischen Bahn und Friedhof

Burgdorf Wohnen zwischen Bahn und Friedhof

Der Baukonzern Helma will für elf Millionen Euro in der Innenstadt Geschosswohnungbau im großen Stil realisieren. An der Rolandstraße sollen auf einer 6250 Quadratmeter großen Fläche zwischen der Bahnstrecke und dem historischen Friedhof 58 Wohnungen und ein Geriatriezentrum entstehen.

Voriger Artikel
Unfall: Autofahrer übersieht Stauende
Nächster Artikel
Mietwohnungen mit Blick auf die Aue

Für das Wohnquartier Rolandstraße plant der Bauträger Helma GmbH aus Lehrte 58 Wohnungen, ein Ärztezentrum und einen Lärmschutzriegel im Westen zur Bahn hin.

Quelle: HAZ-Grafik

Burgdorf. Eine Konzeptstudie zu dem Vorhaben stellte das Unternehmen am Dienstagabend im Bauausschuss des Rates den Kommunalpolitikern vor. Die Konzerntochter Helma Wohnungsbau GmbH, ein klassischer Bauträger, hat das Herzstück des Areals im Mai 2015 von der Eigentümerfamilie erworben unter der Maßgabe, dass Helma dort Baurecht erhält. Der kleinere, 1956 Quadratmeter große Teil der Gesamtfläche im Westen gehört der Kirche und der Stadt, die sich, so ist zu hören, einem Verkauf nicht verschließen würden.

Helma nennt das Projekt Wohnquartier Rolandstraße. Dort sollen acht dreigeschossige Wohnhäuser mit 58 Wohnungen und neun Gewerbeeinheiten entstehen. Fünf Mehrfamilienhäuser mit 46 Eigentumswohnungen will Helma auf dem Herzstück, einer ehemaligen Gärtnerei, zwischen Friedhof und Rolandstraße hochziehen. Für die Autos der Bewohner sind 31 Stellplätze und 16 Garagen vorgesehen.

Auf der Fläche im Westen zur Bahn hin soll ein neun Meter hoher Gebäuderiegel mit Lärmschutzfassade entstehen. Dort sollen in den oberen Geschossen zwölf barrierefreie Wohnungen entstehen. Ärzte und Therapeuten aus dem Regionsklinikum hätten gegenüber Helma ihr Interesse bekundet, mit ihren Praxen im Erdgeschoss ein Zentrum für Altersmedizin einzurichten, sagte ein Unternehmenssprecher in der Bauausschusssitzung. Deshalb sind dort ein Parkdeck für 18 Autos geplant sowie zehn bis 14 Stellplätze direkt an der Rolandstraße.

Die Herausforderung für die Architekten ist der Lärm, den die Bahn erzeugt. Helma unterstellt auf der Basis von Angaben der Bahn, dass im Jahr 2025 nachts alle acht Minuten ein Zug durch Burgdorf rollt. Das Unternehmen hat ein Lärmschutzgutachten anfertigen lassen und gibt sich überzeugt, das Problem beherrschen zu können. Alle Wohnungen würden mit Lärmschutzfestern und Lüftungen versehen, sodass die für ein Mischgebiet zulässigen Werte eingehalten würden.

doc6pa0ewsbglh1i6fvehis

So präsentiert sich Gärtnereibrache zwischen historischem Friedhof und der Rolandstraße, auf der der Bauträger Helma Wohnungsbau GmbH ein Wohnquartier plant. Im Hintergrund ist das Finanzamt zu erkennen.

Quelle: Anette Wulf-Dettmer
Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Nachrichten
doc6sm66qejycg1abwicih
Fundamentalist der klassischen Musik

Fotostrecke Burgdorf: Fundamentalist der klassischen Musik