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Baukonzern saniert Altdeponie

Burgdorf Baukonzern saniert Altdeponie

Spätestens im 3. Quartal 2017 will die Deutsche Reihenhaus AG (DRH) die Sanierung der Altdeponie zwischen Duderstädter Weg und Uetzer Straße in Angriff nehmen. Der Baukonzern will dort eine Reihenhaus-Anlage errichten. 38 Häuser sollen auf der 10.000 Quadratmeter großen Fläche entstehen.

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Das 1 Hektar große Areal zwischen Duderstädter Weg und Uetzer Straße diente früher als Mülldeponie. Die Altlasten im Boden müssen erst beseitigt werden, bevor dort gebaut werden darf.

Quelle: Joachim Dege

Burgdorf. Die bundesweit operierende DRH ist seit mehr als einem Jahr an dem Zehn-Millionen-Projekt dran und hat das Vorhaben in seinen Grundzügen auch schon in den Ratsgremien vorgestellt. Im März stimmte der Verwaltungsausschuss der Stadt einem Vertrag mit der DRH zu. Dieser regelt die städtebauliche Planung des Vorhabens, die voll und ganz auf Kosten des Bauträgers geht.

Bevor die DRH aber auch nur einen Stein auf dem vom Duderstädter Weg zugänglichen Areal setzen kann, muss die frühere Mülldeponie saniert werden. In der ehemaligen Sandgrube waren in den Sechzigerjahren Bauschutt, Haus- und Sperrmüll sowie Gewerbemüll entsorgt worden. In einem 2005 erstellten Bodengutachten ist von einem „Schadstoffspektrum an Polycyclischen aromatischen Kohlenwasserstoffen, Schwermetallen und im Einzelfall Mineralölkohlenwasserstoffen“ die Rede. Polycyclische aromatische Kohlenwasserstoffe gelten als krebserregend. Gleichwohl hielten Gutachter eine Bebauung des Grundstücks ohne Gefährdung für möglich, wenn es denn saniert würde.

Dass soll nun in enger Abstimmung mit der zuständigen Region Hannover geschehen. Die DRH hat nach eigenen Angaben die Mull und Partner Ingenieurgesellschaft mbH beauftragt, den Sanierungsaufwand zu erheben und der Region ein Konzept vorzulegen.

Regionssprecher Klaus Abelmann bestätigte, dass das Konzept inzwischen vorliegt und die Region mit dem Sanierungsvorhaben wie vorgeschlagen einverstanden sei. Demnach würden insgesamt 14 000 Kubikmeter Erdreich bis zu ein Meter tief ausgetauscht. In einem 2100 Quadratmeter großen Teilbereich zur Uetzer Straße hin sei die Belastung allerdings so hoch, dass dort das verunreinigte Erdreich bis zu einer Tiefe von 4,15 Meter ausgetauscht werden müsse. Das Grundwasser müsse indessen nicht saniert werden.

Laut DRH-Sprecher Achim Behn ist die Sanierung nicht weiter kompliziert und „ohne jede Gefährdung für die Menschen, die dort später wohnen werden“ machbar. Aufwendig und somit teuer sei sie gleichwohl, weil eben so viel Boden ausgetauscht werden müsse. Wie hoch die Kosten genau seien, könne er gegenwärtig noch nicht beziffern. Ein Förderantrag an die EU sei gestellt und bereits bewilligt. Die EU werde zwei Drittel der Sanierungskosten übernehmen.

Die Reihenhaus-Siedlung

Genau 38 Reihenhäuser will die Deutsche Reihenhaus AG (DRH) zwischen dem Restpostenhändler Zimmermann und dem Hol-ab-Getränkemarkt an der Uetzer Straße und dem Duderstädter Weg 12 errichten, sobald die Altlasten dort entsorgt sind. Laut Unternehmenssprecher Achim Behn soll auf dem ein Hektar großen Areal bezahlbarer Wohnraum entstehen. Der Hauspreis betrage im Mittel 200.000 Euro. Die DRH bietet drei Eigenheimtypen an: 81 Quadratmeter groß für Paare, Singles und junge Familien, 116 Quadratmeter groß für junge Familien und 141 Quadratmeter groß für Familien mit viel Platzbedarf. Die Erschließung der Siedlung soll vom Duderstädter Weg her erfolgen. Die Mehrzahl der Häuser soll in Nord-Süd-Ausrichtung stehen, sechs größere Reihenhäuser in Ost-West-Ausrichtung. Im Osten soll ein kleiner Gemeinschaftsplatz situiert werden. Für die Fahrzeuge der Bewohner und deren Besucher sind 86 Stellplätze geplant; 20 als Garagen. Im Norden Hannovers errichtete die DRH im Stadtteil Stöcken den Wohnpark „Alt-Stöcken“. An der Straße Auf der Klappenburg entstanden auf einer Fläche von 3800 Quadratmetern 14 Eigenheime des mittleren und großen Haustyps.

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Die Deutsche Reihenhaus AG will zuerst die Altdeponie sanieren und dann auf der Fläche eine Reihenhause-Siedlung mit 38 Eigenheimen errichten.

Quelle: Deutsche Reihenhaus AG
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