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Bauland für Sozialwohnungen

Burgdorf Bauland für Sozialwohnungen

Die Stadt Burgdorf will östlich des Stadtfriedhofs Bauland für mehrgeschossige Häuser mit günstigen Mietwohnungen bereitstellen. Der Bauausschuss des Rats wird sich mit dem Entwurf des Bebauungsplans Heidenelke am Dienstag, 19. Januar, in seiner öffentlichen Sitzung erstmals beschäftigen.

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Diesen dreieckigen Zipfel südlich der Gerickestraße (hinten) will die Stadt für Mehrfamilienhäuser mit günstigen Mietwohnungen zur Verfügung stellen.

Quelle: Anette Wulf-Dettmer

Burgdorf. Geplant ist, südlich der Gerickestraße ein rund 4400 Quadratmeter großes Areal für den sozialen Wohnungsbau bereitzustellen. Der Stadt seien von interessierten Wohnungsbaugenossenschaften bereits Konzepte mit verdichteter mehrgeschossiger Bauweise vorgestellt worden. In den Häusern sollen kostengünstige Wohnungen entstehen, in die zunächst Asylbewerber einziehen. Denn deren Zahl wird 2016 weiter steigen. Deshalb müsse die Stadt schnell handeln, damit nicht noch mehr öffentliche Gebäude als Flüchtlingsunterkünfte genutzt werden müssen. Nicht zuletzt soll laut Bürgermeister Alfred Baxmann der Druck auf dem Burgdorfer Wohnungsmarkt verringert werden, damit auch Menschen mit schmalem Geldbeutel ordentliche Wohnungen finden können.

Das Grundstück hat den Vorteil, dass dort Bauprojekte schnell zu realisieren sind. Der Flächennutzungsplan muss nicht geändert werden, denn er sieht am Stadtrand zwischen Depenauerweg und der verlängerten Grupenstraße sowieso Wohnbebauung vor. Zudem gehört die Fläche bereits der Stadt.

Das städtische Planungsamt schlägt vor, auf dem Areal eine dreieinhalbgeschossige Bauweise zu erlauben - passend zu den Nachbargebäuden. Aufgeführt werden im Entwurf zwölf Bebauungsvarianten, die sich in Anzahl und Größe der Gebäude sowie deren Platz auf dem Grundstück unterscheiden. Vorgesehen ist zudem ein drei Meter breiter Pflanzstreifen „als visueller Puffer“ zwischen den Neubauten und dem bebauten Privatgrundstück Depenauerweg 44.

Darüber hinaus haben sich die Stadtplaner auch Gedanken gemacht, wie der gesamte Bereich zwischen Grupenstraße und Depenauerweg zur Landschaft hin sinnvoll abgerundet werden kann. Sie schlagen vor, dort ein Baugebiet für niedrigere Mehrfamilien- sowie Ein- und Zweifamilienhäuser (eineinhalb- bis eingeschossig) mit großen Gärten auszuweisen. Ziel ist es laut Entwurf, die Sichtbeziehungen in die Landschaft an vielen Stellen zu erhalten.

Heidenelke: Bedrohte Art wird umgesiedelt

Die Namensgeberin für das neue Baugebiet, die Heidenelke, hätte fast die Ausweisung der Fläche als Bauland verhindert. Denn sie steht auf der roten Liste der bedrohten Pflanzenarten. Doch nach Gesprächen mit Artenschutzgutachter und Unterer Naturschutzbehörde ist klar: Die Heidenelke kann umgesiedelt werden – und zwar auf die vorgesehene Kompensationsfläche am Ende des Depenauerwegs. Damit die Pflanze mit den auffälligen magentafarbenen Blüten gedeihen kann, braucht sie einen trockenen und nährstoffarmen Standort. Ob sie am neuen Standort gedeiht, soll regelmäßig kontrolliert werden.

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