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Nach Waldbrand bessern Behörden bei Technik nach

Burgdorf Nach Waldbrand bessern Behörden bei Technik nach

Von den Erfahrungen der Einsatzkräfte nach dem Waldbrand profitieren die Feuerwehren noch heute - unter anderem mit der Aufklärung aus der Luft und höher gelegten Fahrzeugen.

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An die Erlebnisse vor 40 Jahren erinnert den ehemaligen Stadtbrandmeister Kurt Fuchs das Buch „Die große Waldbrand-Katastrophe“.

Quelle: Bismark

Burgdorf/Engensen. Die Verantwortung für die Burgdorfer Feuerwehren lag am Wochenende, 9. und 10. August 1975, in den Händen von Stadtbrandmeister Kurt Fuchs. Und bis zum Sonntagmittag bedeutete dies vor allem, die Feuerwehrleute im Kampf gegen den Waldbrand bei Meinersen zu unterstützen. „Besonders gefragt waren ja die Tanklöschfahrzeuge“, erinnert sich Fuchs.

Seinen Angaben zufolge verbrannten zwischen dem 10. und 15. August gut 107 Hektar Fläche zwischen Engensen und Ramlingen - und auch wenn diese Zahl im Vergleich zu 9000 Hektar Wald im Landkreis Celle eine eher kleine Aufgabe vermuten lässt, so betont Fuchs noch heute: „Auch wir mussten die Feuerwehren, DRK und THW koordinieren.“ Erschwert wurden schnelle Absprachen durch fehlende Funkgeräte: „Die gab es damals nur auf den Tanklöschfahrzeugen.“ Und wenn eine Feuerwehr noch nicht auf dem neuesten Stand der Technik war, dann konnte ein Funkspruch auch schon mal über den falschen Kanal gesendet oder empfangen werden. „Nach dem Brand haben wir dann alle sehr schnell nachgerüstet“, berichtet Fuchs. Aus seiner Sicht hatte sich damals die Zusammenarbeit im gerade einmal acht Monate alten Landkreis Hannover bewährt: „In drei Schichten übernahm ich mit Burgwedelern die Einsatzleitung vor Ort, das funktionierte ausgezeichnet.“

Doch nicht nur bei den Funkgeräten besserten Kommunen und Feuerwehren in den folgenden Jahren nach: „Bei dem Waldbrand zeigte sich, dass unsere Fahrzeuge nicht für diese Art von Böden geeignet waren.“ Deshalb kauften die Städte und Gemeinden im Anschluss zumeist jene Wagen, die über einen Allradantrieb verfügen. Und: „Wir haben darauf geachtet, dass der Unterbau höher liegt.“ Denn die Wege rund um das Brandgebiet wiesen zum Teil sehr tiefe Spurrillen auf. „Wenn dann ein Fahrzeug ungünstig wegrutschte, setzte es auf“, sagt Fuchs im Rückblick.

Aus seinen Erinnerungen heraus reagierten Landkreis und Land noch in einem weiteren Punkt: Sie setzten jetzt Flugzeuge und Hubschrauber ein, um große Flächen bei Trockenheit und hoher Waldbrandgefahr aus der Luft kontrollieren zu können. „Diese Aufklärung aus der Luft ist wichtig“, weiß Fuchs aus seiner 42-jährigen Dienstzeit als aktiver Feuerwehrmann. Das gelte auch für jene Löschflugzeuge, die mit großen Wassermassen aus der Luft einen möglichen Brand bekämpfen.

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1975 ächzte ganz Westeuropa unter einem heißen Sommer. Im August ereignete sich die größte Waldbrandkatastrophe in der Geschichte der Bundesrepublik. Mehr als 100 Hektar Wald stehen allein in der Region Hannover in Flammen. Im Nordosten des Landkreises kämpften 300 Feuerwehrleute gegen die Flammen.

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