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Schnäppchen jagen für den guten Zweck

Burgdorf Schnäppchen jagen für den guten Zweck

Auch eine Woche nach dem verheerenden Brand in einem Wohnhaus in Burgdorf ist die Hilfsbereitschaft ungebrochen: Familie und Freunde der Opfer haben am Sonntag einen Flohmarkt organisiert. Mit dem Erlös soll ihnen der Start in einer neuen Wohnung erleichtert werden.

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Das Geld, das bei dem Hofflohmarkt zusammengekommen ist, geben die vielen freiwilligen an die Brandopfer weiter.

Quelle: Isabell Rollenhagen

Burgdorf. Kochgeschirr, Kinderspielzeug und Kleidung stapeln sich auf dem Hof von Familie Simon. Auf Tapeziertischen liegen auch Bücher, Dekoartikel und andere Schätze. Wie das für einen Flohmarkt eben üblich ist. Doch so richtig feilschen möchte an diesem Sonntag keiner der Schäppchenjäger: Denn der Erlös des Verkaufs kommt den Brandopfern zugute, die seit der letzten Woche nach bei einem Feuer in ihrem obdachlos sind.

Die zum Verkauf stehenden Sachen haben viele hilfsbereite Burgdorfer in den vergangenen Tagen bei Christine Simon abgegeben. Aus den Spenden haben sich die vier jungen Erwachsenen das ausgesucht, was sie für einen Neustart brauchen - bei dem Feuer in der Nacht zum vergangenen Montag hatten sie ihr gesamtes Hab und Gut verloren. Es ist allerhand zusammen gekommen. So viel, dass die Vier nicht alles nehmen können. Schließlich haben sie keine Wohnungen mehr, sind erst einmal bei Freunden untergekommen. "Da haben wir uns entschieden, die übrigen Sachen zu verkaufen", sagt Gabriele Niebuhr, die Tante eines Opfers. Das Geld, das bei dem Hofflohmarkt zusammen kommt, geben die vielen freiwilligen Helfer gerne weiter.

Pablo Cambos stöbert immer gerne auf Flohmärkten nach nützlichen Dingen. Auf  Simons Hof hat er nach kurzer Zeit schon viele Dinge gefunden, die er mitnehmen will: Tupperdosen, einen Schnellkochtopf, eine Handyhülle, Spielsachen für seine drei Kinder und sogar eine Gitarre hat er gekauft. "Auf einem gewöhnlichen Flohmarkt hätte ich für die Sachen wohl nicht so viel ausgegeben und mehr gehandelt", sagt der Familienvater. "Aber weil es hier ja um einen guten Zweck geht, gebe ich gerne etwas mehr Geld aus."

Von Isabell Rollenhagen

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