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Barrieren finden sich vor Geschäften

Burgdorf Barrieren finden sich vor Geschäften

Zwei Stufen vor der St.-Pankratius-Kirche. Eine fehlende Vorlesefunktion auf der städtischen Homepage. Schwer erreichbare Geschäfte an der Marktstraße. Die oft unverständliche Sprache der Ärzte: Ganz unterschiedliche Barrieren im Alltag fallen den Burgdorfern auf.

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Marc-Oliver von der Theater-AG der Schule am Wasserwerk sorgt für Lacher, als er Sockel und Füße der vermeintlichen Statue anmalt.

Quelle: Bismark

Burgdorf. Diese trugen sie beim Aktionstag „Wir gestalten unsere Stadt“ unter der Regie der Aktion Mensch am Mittwoch zusammen.

Wieder und wieder ging Pascal Härtel mit anderen Mitarbeitern der Lebenshilfe Peine-Burgdorf über den Wochenmarkt, die Marktstraße entlang, die Eingangsbereiche der Geschäfte hinauf. „Wir schauen, welche Hindernisse es für uns gibt“, sagte er. Dabei fragte er Passanten auch direkt nach ihren Erfahrungen, und die Burgdorfer antworteten gern – entweder direkt oder auf Postkarten, die Härtel verteilte und später auf einem Bild anbrachte.

„Die Kritikpunkte sammeln wir, werten sie später in der Arbeitsgemeinschaft Barrierefreiheit aus und übergeben das Ergebnis dann an Bürgermeister Alfred Baxmann“, erläuterte Andrea Widmer, Leiterin der Beratungsstelle für Menschen mit Behinderung und deren Angehörigen, das Vorgehen. Widmer und ihre Mitstreiter vom Sozialverband, vom Seniorenrat, von der Lebenshilfe Peine-Burgdorf, dem Lebenshilfe-Verein aus Burgdorf und der Schule vom Wasserwerk nutzten einmal mehr den Wochenmarkt, um für Inklusion und gegen Barrieren zu werben. Dank der Vermittlung der Marktgilde bedienten einige Menschen mit Behinderung die Kunden an den Ständen, andere sprachen die Flaneure an und kamen bei Keksen und Kaffee im großen Aktionszelt ins Gespräch.

Für Staunen bei großen und kleinen Zuschauern sorgten die Jungen und Mädchen von der Schule am Wasserwerk mit ihren Lehrern. Sie zeigten unter anderem ein Theaterstück, bei dem sie einen als Statue verkleideten Mitschüler mal anmalten, putzten oder als Fotokulisse nutzten. Immer wieder blieben Passanten stehen, um der Step-AG der Schule zuzuschauen oder dem Chor zuzuhören. Die Bilanz aller Akteure fiel nach dem dreistündigen Auftritt rundum positiv aus. „Das Schöne ist an diesem Tag, dass wir mittendrin sind“, sagte Widmer. Das am Ende der Veranstaltung mit Postkarten gut gefüllte Stadt-Bild will sie mitnehmen – etliche Barrieren sollen bis 2018 schließlich verschwunden sein.

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