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Bekommt die IGS eine Oberstufe?

Burgdorf Bekommt die IGS eine Oberstufe?

Die Stadt plant nicht nur einen Teilneubau für die Integrierte Gesamtschule (IGS). Sie lässt ein Architekturbüro auch prüfen, ob am möglichen Standort an der Straße Im Langen Mühlenfeld auch eine IGS-Oberstufe realisierbar wäre. „Wir prüfen alle Varianten“, sagt Bürgermeister Alfred Baxmann (SPD).

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Das Gymnasium wünscht sich auf dem provisorischen Lehrerparkplatz ein gemeinsames Oberstufenzentrum mit der IGS. Die IGS Burgdorf will sich indessen alle Optionen offenhalten, und zwar einschließlich einer Kooperation mit der IGS in Uetze.

Quelle: Joachim Dege

Burgdorf. Der Rathauschef hatte am 9. März angekündigt, dass er eine Schulentwicklungsplanung beauftragen wolle. Diese soll langfristig auch kommen, allerdings nur dann, wenn der Rat der Verwaltung mehr Personal genehmigt, heißt es nun im Vorwort einer Antwort auf eine schulpolitische Anfrage der CDU-Ratsfraktion.
Vorerst hat Schulabteilungsleiter Henry Barm den Auftrag erhalten, eine sogenannte Schulbedarfsplanung aufzustellen.

Bis zur nächsten Sitzung des Schulausschusses am 2. Mai werde die Verwaltung zunächst detaillierte Zahlen und Prognosen für die Grundschulen vorlegen. Dabei soll er nicht nur die Einwohnerstatistik berücksichtigen, sondern auch Faktoren wie Zuzüge, den Anteil von Inklusionskindern und Flüchtlingen. In einem zweiten Schritt werde Barm eine ebensolche Planung für die weiterführenden Schulen anfertigen, sagte Baxmann.

Die CDU traut dem Bürgermeister indessen nicht mehr über den Weg. „Ich bin mehr als sauer über die Informationspolitik der Verwaltung“, beklagt sich Fraktionsvorsitzender Mirco Zschoch. Der Grund: Die CDU hatte von der Stadt in einem Zwölf-Fragen-Katalog Auskünfte begehrt über die Ausgestaltung der Schulentwicklungsplanung, und zwar vor allem mit Blick auf die IGS-Neubaupläne.

Die Antworten liegen nun vor. Darin lässt Baxmann mitteilen, dass das Architekturbüro Pfitzner Moorkens für die Stadt eine Machbarkeitsstudie für einen IGS-Teilneubau erarbeitet. Teil der Studie sei, dass „die mögliche Realisierung von Raumbedarfen für einen Sekundarbereich II geprüft“ wird.

Das findet Zschoch unmöglich. Der Rat habe noch gar nicht entschieden, ob die Stadt eine Oberstufe an der IGS oder ein gemeinsames Oberstufenzentrum in der Südstadt realisieren wird. Die CDU befürwortet Letzteres: „Die Mehrheit der Schüler kommt vom Gymnasium. Das Abitur ist die Kernmarke des Gymnasiums, nicht der IGS.“

Das sagen die Schulleiter von Gymnasium und IGS:

Mit dem Vorschlag, eine gemeinsame Oberstufe für Gymnasium und IGS einzurichten, hatte sich das Gymnasium gegenüber der Stadt Burgdorf früh aus der Deckung gewagt. Derweil will sich die IGS bis dato auf keinen Fall festlegen.

Für das Gymnasium zeigt sich dessen Schulleiter Michael Loske überrascht davon, dass die Stadt das beauftragte Architekturbüro Pfitzner Moorkens eine Oberstufe am geplanten IGS-Neubaustandort Im Langen Mühlenfeld prüfen lässt. Sein Gegenvorschlag lautet: den aktuell nicht gedeckten Raumbedarf an seiner Einrichtung mit einem Oberstufenzentrum in einem Neubau auf dem Lehrerparkplatz an der Scharlemannstraße in Sichtweite zum Gymnasium realisieren. Das sei angesichts der am Gymnasium vorhandenen Strukturen, Kompetenzen und des Angebots mit fünf Profilen die kostengünstigste und pädagogisch sicherste Lösung.

IGS-Schulleiter Rudolf Alker hält dagegen, dass ein Oberstufenzentrum eine rechtlich nicht zulässige Schulform darstelle. Es würde sich immer um eine Oberstufe des Gymnasiums handeln. Er sei stark interessiert an einer guten Zusammenarbeit mit dem Gymnasium, dem er dazu in Kürze auch einen Vorschlag unterbreiten werde. Mit Blick auf die Oberstufe wolle sich die IGS derzeit aber „alle Optionen offen halten“. Denkbar sei auch eine IGS-Oberstufe in Kooperation mit der Aurelia-Wald-IGS in Uetze.

Deren Leiter Frank Stöber findet das „eine spannende Option“. Er verweist auf Hannover, wo die IGS List, Vahrenheide und Büssingweg bereits eine gemeinsame Oberstufe hätten.

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