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Betriebe suchen Fachkräfte

Burgdorf/Uetze Betriebe suchen Fachkräfte

Die Unternehmergespräche des gleichnamigen Netzwerks greifen am Donnerstagabend ein Thema auf, das den mittelständischen Betrieben unter den Nägeln brennt: der Mangel an Auszubildenden und Fachkräften. Große Hoffnung setzen viele Firmen deshalb auf die Flüchtlinge.

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Gelungenes Beispiel für Auszubildende im Handwerk: Dajana Beqja absolviert seit dem Sommer erfolgreich eine Ausbildung als Friseurin im Salon Fönix, nachdem sie mit ihrer Familie aus Albanien nach Deutschland geflohen war und in Burgdorf den Realschulabschluss gemacht hatte.

Quelle: Bismark

Burgwedel. Wie dieses Potenzial zu nutzen ist, wollen ihnen Experten der Agentur für Arbeit in Burgdorf erläutern. Vor allem Handwerksbetriebe haben ein großes Problem, junge Leute für ihren Beruf zu begeistern. „Kaum jemand möchte heute noch ein Handwerk wie Zimmermann, Maurer, Bäcker oder Fleischer erlernen“, sagt Ömer Öngüdü, Mitglied des Vorbereitungsteams des Netzwerks Unternehmergespräche. „Der Schatten von VW erschwert es den heimischen Betrieben zusätzlich, Nachwuchskräften zu finden“, ergänzt August Josef Renken. Der Uetzer ist Unternehmensberater und hat das Netzwerk, das kleine mittelständische Unternehmer regelmäßig zusammenführt, aufgebaut.

Angesichts dieser Entwicklung eröffne die Zuwanderung neue Perspektiven für die örtlichen Betriebe, sagt Renken. Wie dieses Potenzial zu heben ist, ist am Donnerstag ab 19.30 Uhr Thema der Unternehmergespräche. Die Experten der Arbeitsagentur werden erläutern, was bei der Beschäftigung von Flüchtlingen als Praktikanten, Auszubildende oder Mitarbeiter auch rechtlich zu beachten ist. In Arbeitskreisen können die Teilnehmer im Anschluss diskutieren, wie es gelingt, Auszubildende für den Betrieb zu gewinnen.

„In unserer Branche, der technischen Dienstleistung, benötigen wir dringend Fachkräfte“, bestätigt Rolf Richter von der ICT-Gruppe aus dem Uetzer Ortsteil Eltze. Es müssten keine fertigen Fachmitarbeiter sein, sondern lernwillige Arbeitnehmer, die sich weiterbilden wollen oder auch an einer Umschulung interessiert sind. „Denn in unserer Branche sind ständige Schulungen in neuer Technik auch für erfahrene Techniker erforderlich“, erklärt Richter.

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