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Otze erwartet Projektleiter der Alpha-Trasse

Burgdorf/Lehrte Otze erwartet Projektleiter der Alpha-Trasse

Die Bürgeriniative Schiene Otze (Bios) erwartet am 27.  März hohen Besuch von der Bahn: Der Projektleiter für die Alpha-Trasse im Bereich Hamburg–Bremen–Hannover kommt nach Otze. „Das Gespräch mit Matthias Hudaff ist ein wichtiger Termin für uns“, sagt Bios-Sprecher Manfred Kuchenbecker.

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Die Zahl der Güterzüge, die durch Burgdorf und Lehrte fahren, wird sich voraussichtlich bis 2030 verdoppeln.

Quelle: Archiv

Otze. „Es geht darum, dass schnell ein runder Tisch eingerichtet wird, der die Planungen der Bahn auf der Strecke Celle–Burgdorf–Lehrte–Sehnde begleitet.“ An dem Gespräch werden laut Manfred Kuchenbecker auch Lehrtes Bürgermeister Klaus Sidortschuk, Burgdorfs stellvertretender Bürgermeister Matthias Paul und Stadtplaner Jan-Hinrich Brinkmann, der die drei Kommunen im Projektbeirat des Dialogforums Schiene-Nord vertritt, teilnehmen.

Die Bahn erwartet bis zum Jahr 2030 eine Verdoppelung des Güterzugaufkommens auf dem Streckenabschnitt Celle–Burgdorf–Lehrte. Bewältigen will die Bahn den wachsenden Güterzugverkehr von der Küste in Richtung Süden, indem sie auf den vorhandenen Gleisen die Abstände zwischen den Signalen verkürzt, sodass mehr Züge gleichzeitig unterwegs sein können. Diese Blockverdichtung ist das Kernstück der Alpha-E-Variante, welche die einst geplante Y-Trasse ersetzt.

Die Aufgabe der runden Tische wiederum ist es, die Planung der Bahn so mitzugestalten, dass die Belastungen für die Anwohner so gering wie möglich sind. Dabei geht es vor allem um den Lärmschutz und die beschrankten Bahnübergänge, die beispielsweise in Ehlershausen, Otze und Aligse schon jetzt mehrere Stunden täglich geschlossen sind. Die Menschen in den betroffenen Orten fordern deshalb den Bau von Tunneln oder Brücken.

Bevor der runde Tisch sich konstituieren kann, muss der Bund die Planungsmittel für den Trassenabschnitt freigeben. An diesem Punkt hakt es derzeit. Bislang gibt es nur eine mündliche Zusage des Parlamentarischen Staatssekretärs im Bundesverkehrsministerium, Enak Ferlemann, dass die Planungsmittel auch für den Streckenabschnitt Celle–Lehrte zur Verfügung gestellt werden.

„Wir wollen uns deshalb an die Auftraggeber wenden, und das sind die Bundestagsabgeordneten“, sagt Kuchenbecker. „Sie sollen sich für eine schnelle Freigabe einsetzen, damit mit der Planung zeitgleich mit den Streckenabschnitten nördlich von Celle begonnen werden kann.“ Denn sowohl Kuchenbecker als auch Brinkmann befürchten, dass ansonsten die geballte Flut der Güterzüge bereits durch das Burgdorfer und Lehrter Stadtgebiet rumpelt, bevor der Lärmschutz verbessert und die Bahnübergänge umgebaut wurden.

Kuchenbecker wird heute ab 15.30 Uhr an dem Gespräch der Lehrter Bürgerinitiative STARK mit dem Bundestagsabgeordneten der Grünen, Sven-Christian Kindler, in Aligse teilnehmen. Er wolle wissen, welche Einstellung die Grünen zu dem Thema haben.

„Die Vernetzung mit anderen Bürgerinitiativen ist für den Erfolg unserer Arbeit ganz wichtig“, sagt Kuchenbecker. Bios, die inzwischen 108 Mitglieder hat, ist es gelungen, die Tagung der BIÜ – dem überregionalen Zusammenschluss der Bürgerinitiativen längs der Alpha-Bahntrasse – nach Otze zu holen. Der Termin stehe noch nicht fest.

Geplant ist auch in diesem Jahr, die Züge zu zählen, die Otze passieren. Das Ergebnis der ersten Zählung in 2016: 215 Züge in 24 Stunden. „Zudem planen wir eine qualifizierte Lärmmessung. Dafür holen wir uns die Hilfe eines Experten“, kündigt Armin Goldbach von Bios an. Darüber hinaus bereiten die Otzer eine Infoveranstaltung über Lärmimmission vor. Zeitgleich bilden sich die Mitglieder des Leitungsteams laut Kuchenbecker selbst fort, um bei den technischen Fragen mitreden zu können.

Brinkmann: Wir wollen von vornherein dabei sein

„Wir müssen intervenieren, dass der Planungsauftrag für die Alpha-E-Trasse auch für unseren Abschnitt erteilt wird“, sagt Jan-Hinrich Brinkmann, der im offiziellen Projektbeirat für die drei Städte Burgdorf, Lehrte und Sehnde spricht. „Wir wollen von vornherein dabei sein. Nicht, dass andere Strecken ausgebaut sind und bei uns der stärkere Zugverkehr ohne entsprechende Vorbereitung ankommt.“

Derzeit plant die Bahn, in Niedersachsen acht bis neun runde Tische zum Alpha-Projekt einzurichten. Für unseren Bereich ist angedacht, in diese Runde ein weiteres Projekt der Bahn einzubeziehen. Dabei handelt es sich um die "Hasenbahn" genannte IC-Strecke Celle–Burgwedel–Isernhagen–Langenhagen–Hannover-Vinnhorst. Diese soll laut Brinkmann ertüchtigt werden, sodass dort die IC-Züge künftig Tempo 230 fahren können. Limit sind zurzeit 200 Kilometer pro Stunde.

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