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Bodenplatte für den Faulturm liegt

Burgdorf Bodenplatte für den Faulturm liegt

Am nordöstlichen Rand der Kernstadt ist das derzeit größte städtische Bauprojekt angelaufen: Für rund drei Millionen Euro lässt die Kommune auf dem Gelände der Kläranlage einen Faulturm zur Behandlung des Klärschlamms samt angeschlossenem Blockheizkraftwerk (BHKW) errichten.

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Klärwerksleiter Olaf Klippstein blickt von oben auf die Baustelle mit den schon fertigen Bodenplatten für den runden Faulturm und das BHKW-Gebäude.

Quelle: Norbert Korte

Burgdorf. Der Faulturm wird benötigt, um die bisher jährlich anfallenden rund 5500 Tonnen Klärschlamm zu reduzieren und weiter aufzubereiten. Dieser Schlamm muss derzeit noch kostenträchtig unter Zusatz großer Mengen Kalkmilch so weit bearbeitet werden, dass ein Großteil als Dünger in der Landwirtschaft verwendet werden kann. Das wird wegen höherer Auflagen aber immer schwieriger.

Nach Worten von Olaf Klippstein, Leiter der Kläranlage, hofft man, die Menge des Klärschlamms mithilfe des Faulturms auf 3000 bis 3500 Tonnen pro Jahr reduzieren zu können. Dabei soll er zugleich stabilisiert und so weit von organischen Stoffen befreit werden, dass das Material auch künftig von der Landwirtschaft abgenommen wird. Denkbar wäre dann aber auch, den ausgefaulten Klärschlamm später in einer Verbrennungsanlage zu entsorgen, wie Tiefbauamtsleiter Rainer Herbst sagt, der für die städtische Kläranlage zuständig ist.

Weil der Faulturm zudem im Prinzip wie eine Biogasanlage wirkt, soll das anfallende Gas zum Betrieb eines Blockheizkraftwerks genutzt werden. Dabei wird die Wärme größtenteils zum Beheizen des Faulturms selbst genutzt. Der erzeugte Strom kann in das Netz der Stadtwerke eingespeist werden.

Laut Tiefbauamtsleiter Herbst soll das BHKW noch einmal neu ausgeschrieben werden, weil es bei der ersten Ausschreibung mit rund 600 000 Euro erheblich teurer angeboten worden war, als geplant. Herbst hofft, dass man mit dem erwarteten geringeren Preis knapp unter der Drei-Millionen-Euro-Grenze für das Gesamtprojekt bleiben wird, das Mitte 2015 fertig werden soll.

Weil mit der neuen Anlage die Kosten für die Klärschlammbehandlung insgesamt gesenkt werden können, geht die Stadtverwaltung davon aus, dass die Abwassergebühren trotz der Millioneninvestition nicht steigen werden.

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