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Buchhandlung Gillmeister wird zum Freyraum

Burgdorf Buchhandlung Gillmeister wird zum Freyraum

Gaby Frey übernimmt zum 1. Januar die Buchhandlung Gillmeister. Damit führt sie die Tradition des Hauses der Familie Börges fort - seit 141 Jahren werden dort Bücher verkauft. Nur der Name ändert sich: Freyraum wird künftig über dem Eingang stehen.

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Gaby Frey (links) berät Marianne Schega bei der Auswahl eines Jahreskalenders.

Quelle: Anette Wulf-Dettmer

Burgdorf. Der neue Name ist nicht nur ein Wortspiel, sondern auch Programm: „Ich möchte den Kunden den Freiraum geben, entspannt in die Welt der Bücher einzutauchen und sich wie zu Hause zu fühlen“, erklärt Gaby Frey die Namenswahl. Seit 15 Jahren ist sie Filialleiterin an der Marktstraße.

Woher nimmt sie den Mut, sich in Zeiten von Internet, E-Book und Handelsketten als Buchhändlerin selbstständig zu machen? „Ich bin überzeugt, dass Buchhandlungen Zukunft haben, denn die Kunden wollen nach wie vor beraten werden. Für jeden das richtige Buch zu finden, das ist mein Ansporn“, sagt Frey. „Ich bekomme viel positives Feedback und kenne viele Kunden persönlich. Das ist, was Spaß macht.“

Außerdem sei Gillmeister auch online präsent und biete E-Books zum Runterladen an, das werde sie auch weiterführen, auch wenn sie selbst kein Freund von E-Books sei. „Ich habe noch keines zu Ende gelesen“, gibt die 40-Jährige zu. Inzwischen habe sie viel Erfahrung in der Branche gesammelt und könne das geschäftliche Risiko einschätzen, sagt Frey, deren Mann sie bei dem Schritt in die Selbstständigkeit mit Rat und Tat unterstützt.

Beim Sortiment und bei den Mitarbeitern baut Frey ebenfalls auf Erfahrung. „Das Team mit Angelika Scheer und Isabella Völker und zwei Auszubildenden bleibt.“ Zudem werden die Kunden neben Lektüre aller Art auch weiterhin Kalender, Karten und kleine Geschenkbücher finden.

Freys Leidenschaft für Bücher wurde früh geweckt. „Ich habe schon als Kind viel gelesen, abends im Bett unter der Decke mit der Taschenlampe - ganz klassisch.“ Alle Bücher im Laden habe sie natürlich nicht gelesen, sagt Frey, „aber ich lese sehr, sehr viele - Krimis, Frauenromane, historische Romane und Jugendbücher“. Drei bis vier, manchmal fünf Bücher schaffe sie in der Woche. „Ich lese abends, wenn es fesselnd ist auch schon mal bis Mitternacht.“

Von Anette Wulf-Dettmer

Vier Tipps von Gaby Frey

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„Fremd“ haben Ursula Poznanski und Arno Strobel gemeinsam geschrieben und zwar die einzelnen Kapitel immer abwechselnd – Poznanski für die Protagonistin, Strobel für den männlichen Gegenpart. Das Resultat ist ein mitreißendes Verwirrspiel um Wahrheit und Schein ...

Etwas Schönes und Dramatisches für Frauen ist auch Chiara Gamberales „Das 10-Minuten-Projekt“. Eine Frau steht vor den Trümmern ihres Lebens und bekommt den Rat, jeden Tag zehn Minuten lang etwas zu tun, was sie noch nie gemacht hat ...

„Morgenland“ von Stephan Abarbanel ist ein sehr gut recherchierter Thriller, der in Palästina und im Nachkriegsdeutschland spielt. Der Autor hat für sein Buch viele Zeitzeugen befragt. Abarbanel erzählt die Geschichte einer junge Frau, die sich auf der Suche nach einem vermissten Wissenschaftler macht ...“

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