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Bücherspende hilft beim Deutschlernen

Burgdorf Bücherspende hilft beim Deutschlernen

Kleine Geschichten zum Vorlesen, Bildwörterbücher, ein historischer Abriss über Deutschland: All das findet sich in drei Willkommensbücherkisten, die Andrea Nehmer-Rommel jetzt an drei Einrichtungen rund um die Flüchtlingshilfe übergeben hat.

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Sabine Genters (von links), Camilla Hilzendeger, Dörte Bayo, Barbara Martens, Izabela Depta, Ryanne Schmidt, Andrea Nehmer-Rommel und Uschi Wieker freuen sich über die Bücherpakete.

Quelle: Bismark

Burgdorf. Die Leiterin der Stadtbibliothek an der Sorgenser Straße hatte sich vor geraumer Zeit bei der niedersächsischen Bibliothekszentrale in Lüneburg um zwei Projekte beworben - und für beide auch den Zuschlag bekommen. Zum einen gab es drei Sätze mit je zehn Bildwörterbüchern für die Bibliothek, zum anderen drei Kisten mit je 30 Titeln für Flüchtlinge. Dazu gehören kleine Geschichten zum Vorlesen, Bilderbücher für Kinder und Erwachsene, aber auch Werke über die Geschichte und Politik Deutschlands. "Diese Willkommenspakete behalten nicht wir, sondern geben sie weiter an die Burgdorfer, die sich um die Flüchtlinge kümmern", sagt Nehmer-Rommel. Davon profitieren nun das Mehrgenerationenhaus, der Nachbarschaftstreff und die Unterkunft an der Friederikenstraße.

Deren Mitarbeiter haben die kiloschweren Boxen übernommen, sie planen jetzt die Ausleihe in eigener Regie. "Mein einziger Tipp dazu ist: Das schlimmste, was den Büchern passieren kann, ist, dass sie nicht angeschaut werden", sagt Nehmer-Rommel. Der Nachbarschaftstreff wird die Bücher nach Aussage von Barbara Martens für den offenen Treff auslegen, so dass sich die Besucher die Bilderbücher anschauen und das Team der Deutschförderung auf das Unterrichtsmaterial zugreifen können. "Sicherlich werden wir ab und zu auch ein Buch an eine Familie ausleihen", sagt sie. Entsprechende Aufkleber dafür finden sich auch in den Bücherkisten. Verwendung finden im Deutschunterricht werden sie auch im Mehrgenerationenhaus, wie Camilla Hilzendeger sagt. Und: "Wir werden Schildchen anlegen, dann können die Besucher die Bücher auch mitnehmen und wieder zurückbringen", kündigt sie an. Dieses Verfahren schwebt Ryanne Schmidt von der städtischen Sozialarbeit auch für die Unterkunft an der Friederikenstraße vor.

Einen Grundstock an Büchern für das Deutschlernen hat die Stadtbibliothek nach Aussage Nehmer-Rommels längst geschaffen, sie plant zudem den Kauf von weiteren Büchern. Parallel dazu hat sie einen Informationsflyer erstellt, der Flüchtlingen das System einer Bücherei mit Ausleihe und Rückgabe erklärt. Derzeit übersetzen Sprachmittler des Mehrgenerationenhauses die Informationen in Englisch, Französisch, Farsi, Arabisch und Türkisch. "Sobald wir alles zusammen gestellt haben, gehen die Flyer in den Druck", gibt Nehmer-Rommel den Fahrplan vor. Dann sollen sie an die Flüchtlinge verteilt werden.

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