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158 Güterzüge rattern durch Otze

Burgdorf 158 Güterzüge rattern durch Otze

Die Zahl der Güterzüge, die täglich auf der Strecke Celle–Lehrte unterwegs ist, ist offenbar gestiegen. Die Bürgerinitiative Otze Schiene hat am Dienstag in 24 Stunden 234 Züge gezählt, darunter 158 Güterzüge.

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Am Dienstag von 0 bis 24 Uhr waren die Schranken am Bahnübergang in Otze 234-Mal geschlossen. Denn so viele Güterzüge und S-Bahnen sind durch den Ort gefahren.

Quelle: Anette Wulf-Dettmer

Otze.  „Das sind 19 Güterzüge mehr als bei unserer ersten Zählaktion im Oktober 2016“, zieht Bios-Vorstandsmitglied Axel Berndt eine erste Bilanz. Angesichts dieser Entwicklung bekräftigen die Otzer ihre Forderung, umgehend mit den Planungen für den Ausbau des Lärmschutzes sowie den Umbau des Bahnübergangs zu beginnen.

Obwohl offensichtlich Eile geboten ist, konnte der Bundestagsabgeordnete Hendrik Hoppenstedt der Bürgerinitiative bei seinem Besuch Anfang der Woche jedoch wenig Hoffnung machen: Der Runde Tisch für das Schienenprojekt Celle–Lehrte, der die Planungen begleiten soll, werde nicht vor 2018 eingerichtet, teilt der Politiker mit.

Bios: Wir sind überhaupt nicht zufrieden „Die Geschichte soll zwar durchfinanziert sein. Aber die personellen Kapazitäten der Bahn sind offenbar begrenzt, sodass zuerst Verden–Rotenburg/Wümme, dann Lüneburg–Uelzen–Celle und erst danach Celle–Lehrte geplant wird“, berichtet Kuchenbecker vom Treffen mit Hoppenstedt. „Damit sind wir überhaupt nicht zufrieden. Deshalb werden wir noch mehr Druck machen mit Aktionen und Gesprächen. Denn die Züge werden fahren, auch wenn die Bahn nicht mit den Planungen hinterherkommt.“

Allerdings werde Bios vor der Bundestagswahl im September keine Politiker mehr zu Gesprächen einladen. „Denn wir wollen realistische Aussagen und keine Wahlversprechen“, sagt Kuchenbecker. Optimistisch stimme ihn die Aussage Hoppenstedts, dass er eine Abkehr vom jetzt eingeschlagenen Weg bei der Realisierung des Projekts auch nach der Wahl für undenkbar hält.

Ab 2021 Verbot für laute Güterzüge Begrüßt wird von Bios die Umrüstung der Güterzüge auf leisere Fahrwerktechnik. Dafür zahle der Bund bis 2021 Zuschüsse, so Kuchenbecker. „Danach sind die lauten Züge verboten.“ Zwar sehe das Gesetz Ausnahmen vor, doch die sind nach Einschätzung Kuchenbeckers für die Unternehmen nicht praktikabel. Denn alle, die ihre Züge nicht umrüsten, dürfen ab 2021 den erlaubten Lärmpegel trotzdem nicht überschreiten. Das könne aber nur gelinge, wenn die Züge sehr langsam fahren. „Das wiederum geht fahrplantechnisch nicht“ erklärt der Bios-Sprecher.

Dorf soll nicht geteilt werden Neben einem verbesserten Lärmschutz entlang der Trasse fordert Bios den Umbau des höhengleichen Bahnübergangs. „Wer das letztlich bezahlt ist für Bios nicht relevant. Das ist Sache der Stadt“, stellt Kuchenbecker klar: „Unser Ziel ist eine Unterführung, um eine Isolation des Bereichs jenseits der Gleise zu verhindern.“

Daten der Lärmmessung werden ausgewertet Bei der Zählaktion am Dienstag, haben die Otzer auch die Schließzeiten der Schranke erfasst. Diese Zahlen ebenso wie die professionelle Lärmmessung mithilfe eines Akustikingenieurs sind noch nicht ausgewertet. „Wir wissen, dass unsere Aktion nur eine Momentaufnahme ist“, sagt Kuchenbecker. Aber Bios sei es wichtig, eigenes Datenmaterial zu haben. Laut Bahn sollen auf der Strecke aktuell rund 100 Güterzüge täglich fahren. Bis 2030 rechnet die Bahn mit dem doppelten Aufkommen wie derzeit.

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