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Bürgerinitiative zu Schienennetzausbau kommt

Otze Bürgerinitiative zu Schienennetzausbau kommt

Otzer wollen eine Bürgerinitiative gründen. Diese soll darauf achten, dass die Deutsche Bahn die im Dialogforum Schiene-Nord vereinbarten Bedingungen für den Ausbau des Schienennetzes auch tatsächlich umsetzt.

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Die beiden Otzer Arnim Goldbach (links) und Manfred Kuchenbecker bereiten die Gründung der Bürgerinitiative Otze-Schiene vor.

Quelle: Anette Wulf-Dettmer

Burgdorf. Aus Otzer Sicht sind das vor allem die Verbesserung des Lärmschutzes, der Erhalt einer guten Nahverkehrsanbindung und eine Lösung für den bislang höhengleichen Bahnübergang. „Das Dialogforum Schiene-Nord hat gute Vorarbeit geleistet“, sagt Manfred Kuchenbecker, einer der Initiatoren der Bürgerinitiative, die sich den Namen Otze-Schiene, kurz Bios, geben will. „Unser Aktionsfeld wird sein, dass die mit der Alpha-E-Trassenvariante verknüpften Bedingungen realisiert werden. Das ist für Otze lebenswichtig, denn die Schienen laufen mitten durch den Ort.“

Derzeit bereiten Kuchenbecker, Arnim Goldbach und weitere Otzer die Gründung von Bios vor. Sie soll als Verein geführt werden, deshalb wird zur Gründungsversammlung am Montag, 11. April, auch ein Satzungsentwurf auf dem Tisch liegen. „Wir bilden uns nicht ein, dass wir die Deutsche Bahn von Otze aus lenken können“, sagt Goldbach, „aber wir wollen auf der Entscheidungsebene mit dabei sein.“ Deshalb werde eine der ersten Aufgaben sein, Kontakt zu den hiesigen Bundestagsabgeordneten aufzunehmen.

Burgdorfs Stadtplaner Jan-Hinrich Brinkmann, der im Dialogforum die Städte Burgdorf, Lehrte und Sehnde vertritt, hatte die Otzer ermutigt, eine Bürgerinitiative zu gründen. Einmal, um deutlich zu machen, dass hinter den Forderungen an die Bahn nicht nur die Stadtverwaltungen, sondern auch die Bürger stehen. Doch es gibt auch einen ganz praktischen Aspekt. „Die Bahn plant, für jeden Abschnitt der auszubauenden Güterverkehrsstrecke ein eigenes kleines Dialogforum einzurichten. An diesem sollen alle örtlichen Bürgerinitiativen beteiligt werden“, sagt Brinkmann.

Eine weitere Verbesserung des Lärmschutzes ist in den Augen Kuchenbeckers und Goldbachs für Otze sehr wichtig. Bislang argumentiert die Bahn damit, dass der jetzige Schutz bereits für ein Aufkommen von täglich 200 Güterzügen - so die Prognose - ausreicht. „Das wollen wir nicht akzeptieren“, sagt Goldbach. Denn im Otzer Bereich liegen die Gleise auf einem hohen Damm, der zudem nur auf einer Seite von einer Lärmschutzwand abgeschirmt wird, sodass der Schall weit getragen werde. „Deshalb werden wir eigene Messungen vornehmen lassen. Kontakt zur Bürgerinitiative Burgwedel, die in diesem Bereich gut aufgestellt ist, haben wir bereits aufgenommen.“

Problematisch ist auch der höhengleiche Bahnübergang. Das prognostizierte Güterzugaufkommen dürfe nicht dazu führen, dass er nicht mehr passierbar sei, sind sich Kuchenbecker und Goldbach einig. Jenseits der Gleise liegen die Schule, die Kita und die Sportanlagen. Zudem müssen die Landwirte ihn auf den Weg zu ihren Feldern regelmäßig passieren. Wichtig sei, dass Otze nicht in zwei Teile zerfalle.

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HAZ-Redakteur/in Anette Wulf-Dettmer

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