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Baxmann über Kritik verärgert

Ramlingen/Ehlershausen Baxmann über Kritik verärgert

Am Ende der Versammlung der Freiwilligen Feuerwehr Ramlingen-Ehlershausen am Freitagabend war Bürgermeister Alfred Baxmann sichtlich verärgert. Unter dem Punkt „Verschiedenes“ hatte der stellvertretende Ortsbrandmeister Dennis-Frederik Heuer eine bessere Ausstattung der Ortsfeuerwehr gefordert.

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Heinrich Schlumbohm (links) gratuliert Dennis-Frederik Heuer zur Beförderung. Anschließend sorgt der Geehrte für verärgerte Mienen.

Quelle: Friedrich-Wilhelm Schiller

Burgdorf. Die vor zwei Jahren angekündigten modernen Rettungsgeräte seien noch immer nicht angeschafft worden, klagte Heuer. Mit dem alten Spreizer und der alten Schere könne die Ortsfeuerwehr keine eingeklemmten Personen aus Autos moderner Bauart befreien. Außerdem müsse die Stadt dafür sorgen, dass nach Brandeinsätzen genügend Atemschutzgeräte zum Üben zur Verfügung stünden.

„Da muss ich die Stadt in Schutz nehmen“, sagte Stadtbrandmeister Heinrich Schlumbohm. Einen neuen Rüstsatz solle die Ortsfeuerwehr 2018 zusammen mit einem neuen Fahrzeug bekommen. Dass die Atemschutzgeräte nach Einsätzen derzeit nicht schnell genug von der Überprüfung in der Feuerwehrtechnischen Zentrale (FTZ) zurückkämen, liege an der FTZ. „Wir haben wegen eines Personalengpasses dort einen Stau“, berichtete Schlumbohm. „Sie sollten sich vorher informieren, bevor Sie Kritik üben“, kritisierte Baxmann Heuer. Die Feuerwehr sei jederzeit einsatzfähig.

Ortsbrandmeister Heuer hält an Kritik fest

Doch Heuer hält seine Kritik aufrecht, „auch wenn es dem Bürgermeister nicht gefällt“. „Bisher war nicht die Rede davon, dass die Rüstsatzbeschaffung an ein neues Fahrzeug gebunden sein soll“, sagte Heuer am Sonntag dieser Zeitung. Außerdem sei nicht sicher, ob die Ortsfeuerwehr 2018 tatsächlich ein neues Auto erhalte. Wenn es die Stadt 2018 bestellt, wird es frühestens 2019 geliefert. Zwar werde bei Verkehrsunfällen auch die Burgdorfer Ortsfeuerwehr alarmiert. „Trotzdem kann es im ungünstigsten Fall dazu kommen, dass wir das Auto nicht schnell genug oder gar nicht aufbekommen“, gibt Heuer zu bedenken.

Er bleibt auch bei seiner Auffassung, dass die Stadt eine mehr als 100-prozentige Reserve an Atemschutzgeräten bereithalten müsse. 2015 rückte die Feuerwehr Ramlingen-Ehlershausen zu 33 Einsätzen aus – achtmal, um Brände zu löschen. Laut Ortsbrandmeister Heinrich Könecke muss sie immer häufiger Türen aufbrechen, weil dahinter hilflose Menschen vermutet werden.

Feuerwehr setzt weiter auf Könecke

Heinrich Könecke soll noch einmal sechs Jahre die Ortsfeuerwehr Ramlingen-Ehlershausen leiten. Er ist mit 45 Jastimmen - bei einer Gegenstimme - als Ortsbrandmeister wiedergewählt worden. Einen Gegenkandidaten hatte er nicht. Könecke steht bereits seit zwölf Jahren an der Spitze der Ortsfeuerwehr. Der Rat der Stadt Burgdorf muss diese Wahl noch bestätigen. Die stimmberechtigten aktiven Feuerwehrleute bestätigten auch die übrigen zur Wahl stehenden Mitglieder des Ortskommandos: Gerätewart Thomas Wick, Schriftführer Bernd Lüdke, den Sicherheitsbeauftragten Bernd Feldmann und Atemschutzgerätewart Timo Wöhler.

Stadtbrandmeister Heinrich Schlumbohm ernannte den seit 2015 amtierenden stellvertretenden Ortsbrandmeister Dennis-Frederik Heuer zum Brandmeister sowie Frank Berg und Mike Kories zu Oberlöschmeistern. Uwe Könecke wurde Hauptfeuerwehrmann.

Auszeichnung für Stadtbrandmeister Schlumbohm

Schlumbohm selbst wurde während der Versammlung in Ramlingen von Regionsbrandmeister Karl-Heinz Mensing ausgezeichnet: Für seine Verdienste erhielt er das silberne Feuerwehrehrenzeichen am Bande des niedersächsischen Innenministers. Schlumbohm hatte seine Feuerwehrkarriere 1993 als Jugendwart in Ramlingen begonnen. Er ist der erste Feuerwehrmann aus der Stadt Burgdorf, der diese Auszeichnung erhält.

Außerdem überreichte Mensing dem Gruppenführer Marcus Arndt die Ehrennadel des Landesfeuerwehrverbands. Schlumbohm ehrte Gerätewart Wick und Ralf Wöhler für 40 und 25 Jahre aktiven Dienst. Regionsstabführer Rüdiger Finze zeichnete Jürgen Wöhler aus, weil dieser seit 50 Jahren Feuerwehrmusiker ist.

Von Friedrich-Wilhelm Schiller

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