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Bürgermeister zollt Lob für die Hilfsbereitschaft

Schillerslage Bürgermeister zollt Lob für die Hilfsbereitschaft

Ein Neujahrsempfang, wie es ihn noch nicht gegeben hat: 120 Schillerslager und mehr als die Hälfte der in der Mehrzweckhalle untergebrachten Asylbewerber kamen auf Einladung des Ortsrats am Sonntagvormittag im Schützenheim zusammen.

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Der Syrer Warde Barbar (links) dankt beim Neujahrsempfang in Schillerslage für die Aufnahme in der Dorfgemeinschaft.

Quelle: Joachim Dege

Burgdorf. Ortsbürgermeister Manfred Dunker sprach in seiner Begrüßung von einer großen Herausforderung, die das Dorf mit der Aufnahme von 41 männlichen Flüchtlingen angenommen habe. Dunker hatte die Männer aus Syrien und dem Irak bewusst auch zum Neujahrsempfang des Ortsrats eingeladen. Er hieß die etwa 25 zumeist jungen Männer, die der Einladung gefolgt waren, mithilfe des syrischen Dolmetschers Aune Mukbel in arabischer Sprache willkommen.

Bürgermeister Alfred Baxmann, der mit der gesamten Führungsmannschaft der Stadtverwaltung gekommen war, lobte das Engagement der Schillerslager. Der Rathauschef unterschied dabei zwischen Einwohnern, die sich bisweilen auch schon über geringfügige Unzulänglichkeiten in der Stadt beklagten, und zupackenden Mitbürgern, die etwaige Mängel kurzerhand selbst beseitigten. Dann sprach das Stadtoberhaupt die versammelten Schillerslager mit „Liebe Mitbürger“ an: „Ihr Dorf zeichnet aus, dass Sie weltoffen und tolerant sind und denen helfen, die Ihrer Hilfe bedürfen. Nicht, weil Sie müssen, sondern weil Sie wollen.“ So viel Lob rührte den von den Flüchtlingen hochgeschätzten Dunker sichtlich an.

Warde Barbar, ein junger Asylbewerber aus Syrien, ließ es sich nicht nehmen, der Dorfgemeinschaft für die gezeigte Hilfsbereitschaft und die Aufnahme in ihrer Mitte zu danken. Nur zu gern und möglichst schnell wollten er selbst und seine Landsleute wertvolle Mitglieder dieser Gesellschaft sein und sich für die Unterstützung revanchieren, versicherte Barbar.

Bürgermeister Baxmann versprach den Schillerslagern, dass sie ihre zur Notunterkunft umfunktionierte Mehrzweckhalle möglichst schnell zurückerhalten sollen. Am 27. Januar werde die Stadt im StadtHaus darüber informieren, wie sie die Unterbringung von Flüchtlingen in Zukunft nachhaltig organisieren will.

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