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Damit der Schulstart gelingt

Burgdorf Damit der Schulstart gelingt

Gespannt warten viele Kinder auf ihre Einschulung, sei es nun in die erste Klasse oder in die weiterführende Schule. Da machen auch die jungen Flüchtlinge keine Ausnahme. Dass sie einen guten Start erwischen, dafür sorgen der Nachbarschaftstreff am Ostlandring und das Burgdorfer Mehrgenerationenhaus.

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Flüchtlingskinder, die in Kürze in verschiedene Burgdorfer Schulen und Vorschulen eingeschult werden, freuen sich über Rucksäcke, Ranzen und Zuckertüten, die sie von Maria Leykum und Barbara Martens vom nachbarschaftstreff am Ostlandring bekommen haben. 

Quelle: Sandra Köhler

Burgdorf. Die kleine Hanin strahlt mit dem Marienkäfer auf ihrer Schultüte um die Wette. Abc-Schütze Xhoel nimmt von Felix begeistert den Ranzen und die Schulsachen in Empfang, die dessen Eltern für den albanischen Jungen gekauft haben.

„Aktion Zuckertüte“ hat es Barbara Martens vom Nachbarschaftstreff genannt, „Aktion Schultüte“ Ursula Wieker vom BMGH - das Bestreben, den schulpflichtigen Kindern aus Flüchtlingsfamilien eine möglichst gute Ausgangsposition zu sichern. Und das umfasst weit mehr als das Sammeln von Schulranzen und -materialien. „Das fängt schon bei der Schulanmeldung an“, sagt Grünen-Ratsfrau Maria Leykum. Unterstützt von einem Übersetzer aus dem Umfeld des Nachbarschaftstreffs begleitet sie die Eltern, damit diese alles Wichtige verstehen.

Beide Initiativen helfen zudem bei der Antragstellung für das Bildungs- und Teilhabepaket (BuT). Von diesen 70 Euro kann - mithilfe der Koordinatorinnen - zumindest ein Teil der benötigten Dinge erworben werden. „Eine Mutter, die erst seit Kurzem in Deutschland wohnt, ist völlig überfordert mit den Listen, die die Schulen ausgeben. Schon allein, weil sie nicht weiß, wo man was günstig bekommt“, sagt Wieker. Blöcke und Ähnliches werden deshalb als Spende gern genommen.

Als Alternative zur Sprachlernklasse kümmern sich Ehrenamtliche wie Leykum darum, dass die Neuankömmlinge möglichst schnell Deutsch lernen: „Im letzten Jahr hatten wir einen Elfjährigen, der vorher noch nie in der Schule war. Jetzt kann er zur IGS gehen. Das ist wirklich toll.“ Paten begleiten ihre Schützlinge auch zur Einschulungsfeier und deren Eltern zu Elternabenden.

Um dringende Fragen zügig klären zu können, bietet Leykum künftig jeden Freitag ab 16 Uhr im Nachbarschaftstreff eine „Sprechstunde rund um die Schule“ in Verbindung mit einer Spielstunde an. Martens hofft, auch noch ein musikalisches Angebot auf die Beine stellen zu können.

Von Sandra Köhler

Schulrucksäcke werden gesucht

Ganze 14 Kinder, darunter fünf Erstklässler, und 15 Jugendliche, die die BBS besuchen, hat Ursula Wieker vom BMGH unter ihre Fittiche genommen. Die Hilfsbereitschaft der Burgdorfer für die jungen Menschen, die aus Albanien, Syrien, Afghanistan, dem Sudan, Eritrea, der Türkei und dem Irak stammen, ist groß: „Wir haben Leute, die mit Sach- oder Geldspenden kommen, welche, die Patenschaften übernehmen, und solche, die Kinder ausschließlich zum Schulanfang beschenken wollen.“ Schulranzen für Grundschüler werden zwar nicht mehr benötigt, aber Schultaschen oder Rucksäcke, wie sie Jugendliche in den weiterführenden Schulen tragen, sagt Wieker. Aber auch andere Spenden und Patenschaften vermittele sie gern. Das Thema Schulhilfe bleibt laut Wieker auch im Laufe des Jahres aktuell: „Es kommen immer wieder neue Flüchtlingskinder an.“ Sie ist per E-Mail an info@bmgh.de zu erreichen.

Von Sandra Köhler

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