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Fußballspieler kassiert Strafanzeige

Burgdorf Fußballspieler kassiert Strafanzeige

Wegen gefährlicher Körperverletzung muss sich jetzt ein 24-jähriger Fußballspieler verantworten: Der Kicker vom SV Fuhrberg hatte am Sonntag gemeinsam mit einem 32-Jährigen einen Spieler des FC Burgdorf attackiert. Daraufhin brach die Schiedsrichterin das Spiel ab.

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Die Polizei hat ein Strafverfahren gegen Fußballspieler aus Fuhrberg eingeleitet - wegen gefährlicher Körperverletzung auf dem Platz.

Quelle: Symbolbild

Burgdorf. Für die Mannschaft des 1. FC Burgdorf und ihren Trainer Dogan Demiray stellte das Spiel im Stadion an der Steinwedeler Straße ein ganz besonderes dar: Das Team lief nach einer Schweigeminute mit Trauerflor auf, um damit des verstorbenen Vorstandsmitglieds Rolf Edeling zu gedenken. In den folgenden 76 Minuten verlief die Partie dann durchaus so, wie es sich der ehemalige Vorsitzende Edeling gewünscht hätte: Es stand 4:1 für den FC.

Doch nach dem Foul eines Burgdorfers an einem Fuhrberger nahm die bis dahin so positiv verlaufene Partie eine unnötige Wendung. Die Schiedsrichterin entschied auf Freistoß für den SV. Dem gefoulten 24-Jährigen war dies wohl nicht genug. Er beleidigte die Schiedsrichterin, weshalb diese ihn des Feldes verwies. Allerdings wollte der Fuhrberger den Platz zunächst nicht verlassen, so schildert es der Präsident des 1. FC, Dirk Schülke. Zum Eklat kam es dann, als ein Spieler der Gastgeber die Schiedsrichterin in Schutz nehmen wollte. Es gab ein Wortgefecht zwischen den beiden Akteuren. Daraufhin betrat der 32-jährige Cousin des Fuhrbergers das Feld – und die Situation spitzte sich zu. Bei der Auseinandersetzung, auch mit Fäusten und Fußtritten, habe der Burgdorfer augenscheinlich leichte Verletzungen erlitten, wie ein Polizeisprecher sagte. Seinen Angaben zufolge rückte die Polizei mit einem Funkstreifenwagen an. Die Beamten leiteten noch auf dem Fußballplatz ein Verfahren wegen gefährlicher Körperverletzung ein.

Sowohl die Schiedsrichterin als auch Mitspieler, Übungsleiter und Zuschauer hätten sich so umsichtig wie möglich verhalten, berichteten die Verantwortlichen beider Seiten. Doch am Ende blieb der Unparteiischen keine andere Wahl, als das Spiel abzubrechen. Demiray und Ilir Berisha, Coach der Fuhrberger, bescheinigten dem Referee ein tadellose Leistung. „Sie war eine der besten Schiedsrichter der letzten zwei Jahre“, betonte Demiray.

Und auch wenn die Partie nun ein Fall für das Sportgericht ist, so gibt es zwischen den Vereinen kein böses Blut. „Die Fuhrberger waren absolut fair und haben sich tadellos verhalten“, berichtete Schülke. „Es lag nur an diesem einen Spieler, dass das Spiel abgebrochen werden musste." Es war nicht das erste Mal, dass der für den Abbruch des Spiels verantwortliche Akteur negativ in Erscheinung getreten ist. Er soll für den Abbruch der Partie gegen den TSV Kleinburgwedel am 4. Oktober vergangenen Jahres mitverantwortlich gewesen sein. „Er wird definitiv nicht mehr für den SV Fuhrberg auflaufen“, versicherte Berisha.

Die Polizei sucht unterdessen weiter nach Zeugen, die Angaben zum Geschehen machen können. "Dabei interessieren uns vor allem die Aussagen der unbeteiligten Zuschauer", sagt der Sprecher. Sie können sich unter Telefon (05136) 88614115 melden.

Von Antje Bismark und Joel Drießen

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