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Sieben Firmen wollen Windräder bauen

Burgdorf Sieben Firmen wollen Windräder bauen

Das Interesse an Burgdorfs Potenzialflächen für Windenergieanlagen ist offenbar groß: Sieben auf den Bau von Windrädern spezialisierte Firmen aus Niedersachsen und Bremen haben den Politikern der Stadt und der Ortsteile erste Planungen für die Kommune und ihre Bürger vorgestellt.

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Am Burgdorfer Holz - mit einem Abstand von 200 Metern zum Waldrand - liegt die Vorrangfläche für Windräder.

Quelle: Hiller

Burgdorf. Die Sitzung im Schloss hat gezeigt, dass einige Firmen seit zwei, drei Jahren mit den Eigentümern von Potenzialflächen im Gespräch sind. Zeit genug, um eigene Schall-, Schattenwurf- und naturschutzrechtliche Gutachten zu erstellen. Das Ergebnis: Alle von der Stadt ins Spiel gebrachten Vorrangflächen wären geeignet. Die Region hat hingegen die Fläche westlich der L 412 in Höhe Cewe-Teich und den Otzer Bruch gestrichen.

Neben den Einnahmen aus Gewerbesteuer und Pacht stellten die Projektierer Beteiligungsmodelle für Stadt und Bürger vor:

  • Windsparbriefe mit einer Verzinsung von 2 bis 3 Prozent.
  • Gründung einer Energiegenossenschaft mit kommunalen und privaten Mitgliedern.
  • Kaufoption für eine Windenergieanlage (WEA) für Grundeigentümer oder Bürger.
  • Unterstützung gemeinnützige Organisationen.

Die Firmen planen Windräder mit bis zu 200 Metern Gesamthöhe. Das größte Interesse besteht an den drei Flächen zwischen Otze und Schillerslage. Auf den insgesamt 137 Hektar wollen WPD, Windwärts und Windstrom aktiv werden. Prokon hat dort sechs Räder stehen. Ob und, wenn ja, wann diese durch größere ersetzt werden, konnte Prokon-Vertreter Osmar Dorow nicht sagen. „Es gibt andere Projekte, die höhere Priorität haben für die neue Genossenschaft, die erst vor vier Wochen an den Start gegangen ist.“

Die Projektierer und ihre Pläne:

  • WPD aus Bremen will zwischen Otze und Schillerslage sieben WEA und südlich Burgdorfs fünf bauen und betreiben; eine Einigung mit den Modellfliegern sei in Sicht.Turbowind aus Hannover plant für die
  • Potenzialfläche östlich Hülptingsens etwa drei Räder, die mit Militär- und Naturschutzbelangen vereinbar sein sollen.
  • Windwärts aus Hannover würde gern fünf WEA zwischen B 3 und Otze aufstellen.
  • Avacon-Enercity Hannover präferiert keine Fläche, schlägt aber vor, den Abstand zu ändern: 100 Meter zum Wald (Region: 200) und 1000 zur Wohnbebauung (Region: 800).
  • Windstrom aus Edemissen will nördlich Ehlershausens und zwischen Otze und Schillerslage bauen und dabei einen Abstand von 1000 Metern zu Wohnhäusern einhalten.
  • Die Potenzialfläche östlich Dachtmissens ist vergeben. Die Grundeigentümer wollen selbst bauen und haben dafür die Gesellschaft Ackerstrom gegründet.
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