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Unterschrift kostet 588 Euro

Burgdorf Unterschrift kostet 588 Euro

Das Unternehmen Gewerberegistrat schreibt derzeit gezielt Burgdorfer Firmen und Institutionen an - um ihnen ein zweijähriges „Leistungspaket“ zu verkaufen. Davor warnen inzwischen die Verbraucherschützer.

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Die Polizei hat den Brief jetzt zur weiteren Prüfung an die Staatsanwaltschaft nach Hildesheim geschickt.

Quelle: Symbolbild

Burgdorf. Die fett gedruckten Worte „Raum Burgdorf“ und „Gewerbe“ sowie ein Hinweis, dass der Empfänger ein erstes Schreiben nicht beantwortet hat, vermitteln auf den ersten Blick einen seriösen Eindruck. Und eigentlich, so empfiehlt der Absender, müssten die Befragten nur ankreuzen, dass der Firmenname, die Betriebsstätte und das Telefon stimmen - dann unterschreiben und kostenlos zurück faxen. Nur wer sich die eng beschriebenen Zeilen am rechten Blattrand durchliest, findet in der viertletzten Zeile die Summe von 588 Euro. Diese würde mit dem Abschluss des Vertrags fällig werden.

Vor genau dieser Unterschrift warnen Verbraucherschützer inzwischen bundesweit. Denn auch wenn das behördlich anmutende Schreiben es vermuten lässt: Das Gewerberegistrat ist keine Behörde, die Daten abfragt und erfasst, sondern ein Unternehmen, das bei Nichtbezahlen offenbar sehr nachdrücklich sein Geld einfordert. Davon berichten mittlerweile etliche Geprellte im Internet.

Und auch die Stadt Burgdorf warnt davor, diese Briefe zu unterschreiben. „Wenn jemand einen Brief bekommt und nicht weiß, ob er von uns stammt, kann er gern anrufen“, sagt Stadtsprecherin Eva-Maria Dobriloff, die unter Telefon (05136) 898115 die Fragen beantwortet. Denn die Briefe enthalten neben dem Fallstrick des Preises meist auch ein falsches Datum, das mehr als einen Monat zurückliegt. Wer darauf antwortet und dann innerhalb der gesetzlichen Rücktrittsfrist seine Zustimmung zurückzieht, scheitert. So erhielt ein Burgdorfer Unternehmen am Mittwoch einen Brief, abgeschickt am 8. Juni.

Aus Sicht der Polizei liegt eine Straftat damit noch nicht vor: „Die Summe findet sich ja auf dem Papier“, sagt ein Sprecher. Gleichwohl hat seine Behörde den Brief jetzt zur weiteren Prüfung an die Staatsanwaltschaft nach Hildesheim geschickt.

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