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Zahl der Tagespflegeplätze steigt auf 85

Burgdorf Zahl der Tagespflegeplätze steigt auf 85

Die Nachfrage nach einem Betreuungsplatz für Kinder unter drei Jahren steigt in Burgdorf seit Jahren. Um den Bedarf annähernd zu decken, setzt die Stadt sowohl auf den Ausbau von Krippen als auch auf Betreuungsplätze bei Tageseltern.

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Elena Maria Lössing-Lardin mit ihrer neun Monate alten Tochter Alma nimmt ab Mai die ersten Kinder in ihrer Tagespflege an der Jahnstraße auf.

Quelle: Bismark

Burgdorf. Seit August 2013 besteht der Rechtsanspruch auf einen Betreuungsplatz für Kinder zwischen 12 und 36 Monaten. Seinerzeit beschloss der Rat, eine Betreuungsquote von 60 Prozent anzustreben. Angesichts der anhaltenden Nachfrage hoben die Politiker die Quote inzwischen auf 70 Prozent an. "Wir nutzen dafür sowohl Krippen als auch Kindertagespflegestellen", sagt Nicole Raue, Leiterin der städtischen Jugendverwaltung. Ihren Angaben zufolge gibt es in Burgdorf 75 Plätze bei Tageseltern, zehn weitere sollen in diesem Jahr dazu kommen.

Allein fünf davon entstehen in der "Wundertüte", wie Elena Maria Lössing-Lardin ihre Einrichtung nennt. Sie baut derzeit in ihrem Haus an der Jahnstraße eine Einliegerwohnung zur Tagespflegestelle um, ab Mai kommen die ersten Kinder zur Eingewöhnung und zur späteren Betreuung. "Eigentlich bin ich examinierte Kinderkrankenschwester", sagt die fünffache Mutter. Ihre jüngste Tochter Alma sei neun Monate alt, und sie könne sich nicht vorstellen, sie in die Krippe zu geben und das mit dem Schichtdienst zu koordinieren. 

Deshalb absolvierte die Burgdorferin die 160 Stunden umfassende Qualifizierung zur Tagesmutter, die nach Aussage Raues die Voraussetzung dafür ist, dass die Stadt Burgdorf die Plätze auch vermittle. "Die Arbeit der Tagesmütter hat eine starke Professionalisierung erfahren", sagt Raue und fügt hinzu, das umfasse nicht nur den Qualifizierungskurs, die Prüfung der Räume und der Personen. "Es geht weiter mit der Fachberatung in unserem Haus, die die Weiterbildung und den Austausch der Tageseltern organisiert."

Schließlich bewerte der Gesetzgeber die Betreuung in Krippe und privater Tagespflege gleichwertig. Deshalb erhalten Eltern in beiden Einrichtungen den Gebührenbescheid von der Stadt, sie zahlen in der Tagespflege einen maximalen Stundensatz von gerade einmal 1,95 Euro - wie in der Krippe hängt dies vom Familieneinkommen ab.

Beide Angebote sieht Raue als gleichwertig an: Eltern mit geregelten Arbeitszeiten könnten ihren Nachwuchs in der Krippe betreuen lassen. Wer Flexibilität benötige, setze eher auf eine Tagesmutter. Diese wiederum nehme maximal fünf Kinder auf. "Auch die Größe der Gruppen gibt bei manchen Familien den Ausschlag", hat Raue festgestellt und betont, die Vermittlung laufe in jedem Fall über das Familienservicebüro der Stadt, das auch in der Frage der passenden Betreuungsform die Eltern berate.

Auf beide Angebote setzt die Stadt auch in Zukunft: So gibt es für dieses Kindergartenjahr eine Gesamtbetreuungsquote von 59 Prozent - ohne Tagespflege liegt die Quote bei 46 Prozent. Im nächsten Jahr will die Stadt einer Gesamtquote von 62 Prozent erreichen.

Interessierte Eltern können sich am Sonnabend, 22. April, ab 14 Uhr die neue Tagespflege "Wundertüte" von Elena Maria Lössing-Lardin an der Jahnstraße 12 anschauen. Die Burgdorferin baut dort den ehemaligen Friseursalon auf 110 Quadratmetern in Spiel- und Windelbereich, ein Schlafzimmer, Bad, eine Wohnküche und viel Platz zum Rutschen mit den Bobbycars um.

Zeitgleich öffnet ein Hofflohmarkt, für den es noch zehn Plätze gibt. Für diese können sich Interessierte unter Telefon (0174) 4588918 anmelden.

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Fotostrecke Burgdorf: Zahl der Tagespflegeplätze steigt auf 85

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